15.05.2018, 10:21 Uhr

"Menschen in Bewegung" werden im Museum Tauernbahn in Schwarzach gezeigt

Erwin Hettegger (li.) und Hans Zlöbl vor dem Schwarzacher Salzleckertisch.

Das Tauernbahnmuseum Schwarzach lädt mit einer neuen Sonderausstellung zu Besuchen ein.

SCHWARZACH (aho). Im sanierten Dienerwohngebäude sind zwei Räume der neuen Sonderausstellung des Tauernbahnmuseums "Menschen in Bewegung" gewidmet. "Anlass zu dieser Ausstellung war es, die geschichtliche Entwicklung in verschiedenen Epochen darzustellen, wobei Schwarzach immer als Verkehrsknotenpunkt galt", erklären Erwin Hettegger und Hans Zlöbl vom Museum Tauernbahn.

Von Bronzezeit bis heute

Die Ausstellung zeigt Bewegung verschiedenster Arten – von rund 2.200 vor Christus bis zur Gegenwart. "Schwarzach war immer ein Verkehrsknotenpunkt, auch ein Zentrum der Migration", weiß Hettegger. Zeitlich beginnt die Ausstellung mit den Ausgrabungen vom Steggut bei der "alten Passstelle" aus der Keltenzeit, Römerzeit und Latènezeit. Die Grabungen führte dort die Landesarchäologie durch. Die Fundstelle wird in der Ausstellung allerdings nicht verraten, um privaten Grabungen vorzubeugen.

Migration im Fokus

Im 18. Jahrhundert stand die Gemeinde Schwarzach mitunter im Brennpunkt der Protestantenvertreibung, wobei die Ausstellung die herrenlos gewordenen Bauernhöfe aufzeigt und den Fokus auf Ober- und Niederuntersberg legt. Bilder dazu stammen aus der Ortschronik. Bewegung zeigt sich in Schwarzach heute vor allem auch durch das Krankenhaus. Bei der Ausstellung wird die Entwicklung vom Bau der Missionsstation in den 1730er Jahren bis zum heutigen hochmodernen Kardinal Schwarzenberg Klinikum dargestellt.

5.000 Gäste im Jahr

Das Museum Tauernbahn verzeichnet jährlich 5.000 Besucher von Mai bis Oktober. Die neue Ausstellung soll die heimische Bevölkerung wieder zu Museumsbesuchen anregen. Mehr als ein Jahr Vorbereitungszeit wurden für Recherche, Sammeln und grafische Aufarbeitung aufgewendet. Geöffnet ist die Sonderausstellung heuer bis Oktober. Führungen werden zweimal wöchentlich angeboten (Mi 15:30 bis 17:00 Uhr, So 10:30 bis 12:00 Uhr), für Schulen gibt es weitere Termine nach Vereinbarung.
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