06.10.2017, 15:56 Uhr

Mit blauen Wildwarnern die Unfallquote senken

Maximilian Mayr-Melnhof, Landesrat Hans Mayr und Peter Humer (Landesdirektor Uniqa Salzburg) präsentierten in Stegenwald die neuen blauen Wildwarnreflektoren.

6.590 optische Warnreflektoren in blauer Farbe sollen Wildunfälle um mehr als 50 Prozent reduzieren.

TENNECK (aho). Mit neuen Wildwarnreflektoren setzt die Landesjägerschaft in Kooperation mit dem Land Salzburg und der Uniqua Landesversicherung eine aktive Präventionsmaßnahme, um Wildunfälle auf Salzburgs Straßen zu vermeiden. Die Warnreflektoren werden an den Leitpfosten montiert und sollen das Wild vom Überqueren der Straße fernhalten. "Es ist eine Prävention primär für Menschen", erklärt Landesjägermeister Maximilian Mayr-Melnhof. "Ziel ist es, die Zahl der Wildunfälle um deutlich mehr als 50 Prozent zu reduzieren."

So wird das Wild gewarnt

Das Scheinwerferlicht des herannahenden Fahrzeugs wird durch die blauen Reflektoren seitlich ins Gelände umgelenkt. Damit verhindern diese Lichtreflexe, dass das Wild in der "Gefahrenzeit" die Straße quert. Blau sei eine Farbe, an die sich das Wild auch nach mehreren Jahren nicht gewöhne und deshalb als Warnfarbe sehr gut geeignet, erklärt Mayr-Melnhof. Für die Autofahrer besteht dadurch keine Blendegefahr.

Für Mensch und Tier

Mit der Initiative wurden 2017 zusätzlich zu den bestehenden 4.438 Wildwarnreflektoren weitere 6.590 Stück optische Warnreflektoren in der Farbe blau angeschafft. Diese sollen Schritt für Schritt eingeführt werden. Der Großteil davon ist bereits an die Jägerschaften ausgegeben worden, einige sind auch schon montiert. "Von der Salzburger Jägerschaft ging die Initiative aus, schrittweise auf blaue Reflektoren umzustellen", sagt Verkehrslandesrat Hans Mayr und erklärt: "Die aktuellen Wildwarner überzeugen mit einem sehr guten Preis-/Leistungsverhältnis und erzielen einen massiven Sicherheitsgewinn für Mensch und Tier."

Kosten wurden aufgeteilt

Die Montage übernehmen die Bezirksjägerschaften in Zusammenarbeit mit den Straßenmeistereien. "Dieses wichtige Projekt der Straßensicherheit ist nur dank der großzügigen Unterstützung unserer Partner umsetzbar. Heute ist es nicht mehr so leicht, Geld vom Land zu bekommen", dankt Mayr-Melnhof. Zur Hälfte wird die Aktion durch die Uniqa Salzburg finanziert, je ein Viertel übernehmen das Land Salzburg und die örtlichen Jägerschaften.

1.131 tote Wildtiere 2016

Der durchschnittliche Schaden bei Wildunfällen liegt laut Uniqa-Landesdirektor Peter Humer bei rund 3.000 Euro: "Gerade bei modernen Fahrzeugen ist der Schaden oft sehr hoch, weshalb wir diese Präventionsmaßnahme unterstützen." Im Jahr 2016 gab es auf Salzburgs Straßen 1.131 tote Wildtiere, wobei die Dunkelziffer hoch sein dürfte. "Viele kleinere Unfälle werden nicht gemeldet", weiß Mayr-Melnhof. Unfälle mit Rehwild und Rotwild seien aufgrund der Körpergröße der Tiere am gefährlichsten. Zudem würden Autofahrer oft falsch reagieren und das Fahrzeug verreissen. Verkehrslandesrat Mayr und Landesjägermeister Mayr-Melnhof richten ihren Appell daher an die Autofahrer: "Trotz aller Maßnahmen ist eine vorausschauende Fahrweise unerlässlich – besonders in Bereichen, die mit 'Achtung Wildwechsel' beschildert sind."

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