16.11.2016, 17:10 Uhr

Notfallsanitäter Seiwald ist schneller als die Rettung

hinten: Bürgermeister Rupert Bergmüller, Amtsleiter Wilfried Moser, RK-Bezirkskommandant Gerhard Wechselberger; vorne: First Responder Günther Payrich, Rosmarie Klement, Christl Payrich und First Responder Johannes Seiwald. (Foto: Österreichisches Rotes Kreuz (ÖRK))

Die Erlöse von „Christl’s Flohmarkt“ in Hüttau, ermöglichten den Kauf einer „First Responder“-Ausrüstung.

Die „First Responder“ des Roten Kreuzes (mobile Ersthelfer mit einem speziellen Einsatzrucksack) werden in Gegenden eingesetzt, in denen ein Rettungswagen unter Umständen zu lange für bestimmte Notfälle unterwegs wäre. „Gerade im Rettungsdienst ist der Faktor Zeit ein immens wichtiger“, erklärt Gerhard Wechselberger, Rotkreuz-Bezirkskommandant in Radstadt und ergänzt: „Mit der First Responder-Ausrüstung kann der Notfallsanitäter die gleichen Maßnahmen setzen wie die Besatzung des Rettungswagens und damit Leben retten.“


Kosten von 3.000 Euro

Einer dieser „First Responder“ ist Johannes Seiwald, ein gebürtiger Hüttauer: „Ich hoffe natürlich, dass ich die Ausrüstung nicht brauchen werden. Aber im Fall der Fälle bin ich bestens ausgebildet und ausgestattet“, sagt er. Die Kosten für so eine Ausrüstung belaufen sich auf etwa 3.000 Euro. Auch der Bürgermeister der Gemeinde Hüttau freut sich einen „First Responder“ zu haben. „Die Anschaffung der Ausrüstung von Seiten der Gemeinde war eigentlich schon fixiert. Doch dann kam uns die Christl dazwischen“, scherzt Bürgermeister Bergmüller.


Durch Flohmarkt finanziert

Die beiden Hüttauerinnen Christl Payrich und Rosmarie Klement betreiben in Hüttau einen kleinen aber feinen Flohmarkt. Die „Verkaufsware“ kommt aus dem ganzen Bundesland zu ihnen. „Eine Dame strickt uns immer Hauben, die wir verkaufen können“, erzählt Payrich. „Die Menschen wissen mittlerweile bereits, dass wir keinen Cent für uns nehmen. Alles was bei uns reinkommt, kommt einem guten Zweck zu Gute“, ergänzt die Pensionistin. Aber die Spenden der beiden Damen gehen auch über die Gemeindegrenzen hinaus. „Neben den Sonnenkindern aus Eben halfen wir auch der Lebenshilfe und dem SPZ Radstadt sowie der Kinderkrebshilfe Schwarzach, um nur einige zu nennen“, strahlt Payrich. Nun konnte auch in Hüttau geholfen werden, die "Roten Retter" zur unterstützen.
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