09.10.2017, 11:41 Uhr

Traumjob in einer wahren Schatzkammer

Die leitende Bibliothekarin der Stadtbücherei St. Johann, Monika Überbacher. (Foto: Peter Rigaud / BVOE)

Monika Überbacher ist "Wächterin" über 16.800 Medien in der Stadtbücherei St. Johann.

ST. JOHANN. Das größte Literaturfestival Österreichs – "Österreich liest. Treffpunkt Bibliothek" – feiert vom 16. bis 22. Oktober 2017 gemeinsam das Lesen. Die Bezirksblätter wollten in diesem Zusammenhang jene Menschen vor den Vorhang holen, welche die Pongauer zum Lesen bringen – die Bibliothekare/Innen im Bezirk. Eine davon ist Monika Überbacher. Sie leitet die Stadtbücherei St. Johann seit eineinhalb Jahren und ist dort seit 17 Jahren Mitarbeiterin.


Zum Hören und Sehen

In ihrer Funktion ist Überbacher "Wächterin" über 16.800 Medien – genauer über 3.800 belletristische Werke, 5.900 Kinder- und Jugendbücher, 4.100 Sachbücher, 1.100 Hörbücher, 1.000 DVDs und 32 Zeitschriften-Abos. "Ein Traumjob für mich. Ich arbeite in einer Schatzkammer", schwärmt Monika Überbacher. "Als mir vor 17 Jahren diese Stelle angeboten wurde, ging ein Traum in Erfüllung."


Trends und Gewohnheiten

80.723 Ausleihen wurden im vergangenen Jahr von Überbacher und ihren beiden Mitarbeiterinnen Evelyn Andexer und Claudia Fressner abgewickelt. Die Leser kommen nicht nur aus St. Johann, sondern auch aus den umliegenden Gemeinden. "Zehn Prozent der Einheimischen sind aktive registrierte Leser bei uns. Wünschen würden wir uns natürlich noch 90 Prozent", lacht Überbacher, zu deren Aufgaben es auch gehört, laufend neue Bücher anzuschaffen und alte auszumustern. "Dazu muss man den Büchermarkt ständig im Auge behalten, wissen, was Trend ist und auch die Lesegewohnheiten der Stammkunden kennen."

Vier Favoriten

Besonders beliebt sind heuer bei Kindern und Jugendlichen "Gregs Tagebuch" von Jeff Kinney und bei den Erwachsenen "Die sieben Schwestern" von Lucinda Riley sowie "Ein ganzes Halbes Jahr" und dessen Fortsetzung von Jojo Moyes. Monika Überbacher selbst liest gerade "Mondhitze" von Gioconda Bello. Sonst vertieft sie sich gerne in Zeitschriften oder Sachbücher.


"Lesen ist salonfähig"

Besonders erfreulich ist, dass sich in der Stadtbücherei St. Johann wöchentlich rund drei neue Leser registrieren. "Die Büchereien haben einen hohen Stellenwert in der Gesellschaft erlangt. Buchpreise, Platzmangel und Kinder-Leseprogramme wie 'Antolin – Mit Lesen punkten!' haben das Lesen wieder attraktiver gemacht." Auch das digitale Lesen sieht Überbacher eher als Ergänzung, nicht als Ersatz von Büchern.

Lesung von Klementovic

Im Rahmen von Österreich liest, veranstaltet die Stadtbücherei St. Johann eine Lesung am 19. Oktober von Roman Klementovic. Der Wiener stellt um 20 Uhr seinen neuen Roman "Immerschuld" bei freiem Eintritt vor.

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