28.08.2016, 17:56 Uhr

St. Johanner Teilnehmer am Nelson Mandela-Halbmarathon in Südafrika

Offizielle Ausschreibung (Foto: Mandela Day Marathon)

Ein St. Johanner hat am 5. Gedenkmarathon für Nelson Mandela in KwaZuluNatal (Südafrika) unter dem Motto „Triumph des menschlichen Geistes: Alles erscheint immer unmöglich – bis es erledigt ist“ teilgenommen.

Nelson Mandela

Nelson Rolihlahla Mandela (1918 - 2013) war ein führender südafrikanischer Aktivist und Politiker im Jahrzehnte andauernden Widerstand gegen die Apartheid, sowie von 1994 bis 1999 der erste schwarze Präsident seines Landes.
Ebenso wie Mahatma Gandhi, Aung San Suu Kyi oder Martin Luther King gilt er als herausragender Vertreter im Freiheitskampf gegen Unterdrückung und soziale Ungerechtigkeit. Mandela war der wichtigste Wegbereiter des versöhnlichen Übergangs von der Apartheid zu einem gleichheitsorientierten, demokratischen Staatswesen in Südafrika. 1993 erhielt er deshalb den Friedensnobelpreis. Bereits zu Lebzeiten wurde er für viele Menschen weltweit zum politischen und moralischen Vorbild.

Gedenkmarathon

Am 5. August 1962 wurde Mandela während einer Autofahrt nahe Pietermaritzburg in Südafrika verhaftet und von 1963 bis 1990 als politischer Gefangener inhaftiert.
Im Gedenken an diesen einschneidenden Akt der Ungerechtigkeit fand am 28. August 2016 der 5. Gedenkmarathon unter dem Motto „Triumph des menschlichen Geistes: Alles erscheint immer unmöglich – bis es erledigt ist“ statt.
Zusätzlich wurden auch ein 10 km Lauf als auch ein Halbmarathon angeboten. Insgesamt gingen 10123 Teilnehmer um 7 Uhr morgens an den Start. Unter ihnen aus der St. Johanner Helmut Hardt-Stremayr (50), welcher bereits um 3 Uhr 45 aufstehen musste, um rechtzeitig zum Start des Halbmarathons zu gelangen.

Bedingungen im südafrikanischen Winter

Obwohl in Südafrika aktuell eigentlich Winter ist, fand der Lauf bei einer Tageshöchsttemperatur von 33° Celsius und 7 % Luftfeuchtigkeit statt. Es wurde in 1.100 m Seehöhe gestartet und es waren 525 Höhenmeter mit einer maximalen Steigung von 15% zurückzulegen. Trotz der für ihn widrigen Umstände konnte er in seiner Altersklasse mit einer Laufzeit von 2 Stunden und 19 Minuten den 69. Rang erzielen und dürfte somit der schnellste mitteleuropäische Teilnehmer gewesen sein, meinte Hardt-Stremayr mit einem Lachen im Gesicht.
Ganz im Sinne Mandelas war es ihm wichtiger, mit einem Freund gemeinsam den langen Kampf auf sich zu nehmen und gemeinsam die Ziellinie zu passieren, als auf den eigenen Vorteil bedacht zu sein.
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