22.01.2018, 10:56 Uhr

Bezirksbäuerinnentag in Pfarrwerfen

Bezirksbäuerinnentagen im Pongau mit Bezirksbäuerin Theresia Walchhofer, Landesbäuerin Elisabeth Hölzl, Landesrat Josef Schwaiger und LAbg. Theresia Neuhofer. (Foto: Büro LR Schwaiger)

Bäuerinnen sind wichtige Managerinnen für Familie und Betrieb

PFARRWERFEN. Die Betriebsführungsstatistik für landwirtschaftliche Betriebe in Salzburg lässt aufhorchen: 40 Prozent aller Betriebsführer im Bundesland sind Frauen. Der Bundesdurchschnitt liegt nur bei 33 Prozent. "Im ländlichen Raum sind die Bäuerinnen eine der wichtigsten Akteure überhaupt. Sie sind eine tragende Säule, nicht nur für die Betriebe, sondern auch für die Regionen und die Gemeinschaft", sagte LR Josef Schwaiger beim Bezirksbäuerinnentag in Pfarrwerfen.


Freude an Arbeit in Gefahr

Der Termin wurde genutzt, um über das wichtige Thema (psychische) Gesundheit am Bauernhof zu sprechen. "Unsere Pongauer Bäuerinnen haben einen hohen Qualitätsanspruch, sind häufig mehrfachbelastet durch den Betrieb, berufliche Tätigkeiten, Pflege zu Hause, generationenübergreifendes Zusammenleben und mehr", sagte Schwaiger. Man dürfe aber nicht vergessen, dass es einem auch selbst gut dabei gehen soll. "Da braucht es oft nur noch einen kleinen Auslöser und die Gesundheit, oder die Freude an der Arbeit, sind in Gefahr", so Schwaiger.


Auf sich selbst achten

Aus diesen Gründen wurde der diesjährige Bezirksbäuerinnentag unter das Motto "Achtung!" gestellt. "Das Thema steht für den Anspruch aufzupassen – auf sich selbst und andere –, aber auch für die Achtung vor einem Menschen und seiner Leistung sowie vor sich selbst", erklärte Monika Sommerbichler-Huber vom Verein Lebensqualität Bauernhof, der es sich zur Aufgabe macht, bei belastenden Situationen im landwirtschaftlichen Betrieb oder der Familienstruktur beratend beizustehen.

Darüber sprechen

Um das "Ausbrennen" der Menschen zu verhindern, müsse das Thema der psychischen Gesundheit sehr breit diskutiert werden. "Noch immer sind psychische Erkrankungen ein Tabuthema und damit schwer präventiv zu 'bekämpfen'", betonte Sommerbichler-Huber. Ihr pflichtet Landesrat Schwaiger bei: "Die tagtägliche Arbeit unserer Bäuerinnen trägt dazu bei, dass der Pongau so lebenswert ist. Es kann deshalb nicht der Fall sein, dass gerade jene Menschen, die das Land lebenswert machen, davon nicht profitieren können. Es ist angebracht, den Bäuerinnen zu danken. Diese Leistungen verdienen Anerkennung und das nicht nur einmal im Jahr."
Hier geht's zum Kommentar über die Leistungen der Bäuerinnen im Pongau.
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