Landesgericht St. Pölten
Blutiger Streit nach Wegweisung

Blutiger Beziehungsstreit: Mutmaßlicher Täter vor Gericht.
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  • hochgeladen von Angelika Grabler

REGION PURKERSDORF (ip). Trotz Wegweisung suchte ein 42-jähriger Serbe im Sommer 2018 seine Familie im Großraum Purkersdorf auf, wo eine heftige Auseinandersetzung mit seiner Ex-Frau ein blutiges Ende nahm. Am Landesgericht St. Pölten bekannte sich der Mann zu den Vorwürfen der versuchten Nötigung und der gefährlichen Drohung nicht schuldig.
„Ich bin jetzt wieder zusammen mit meiner Frau und den Kindern“, wiederholte der Angeklagte mehrfach gegenüber Richter Slawomir Wiaderek, der zunächst wissen wollte, warum sich der Serbe derzeit in Untersuchungshaft befindet. Er habe nach dem Vorfall in seiner Familie bei einer Frau in Wien gewohnt, deren Tochter ein Auge auf ihn geworfen hatte. Nachdem er sie zurückgewiesen hatte, habe diese ihn wegen Vergewaltigung angezeigt, weshalb er Mitte März dieses Jahres festgenommen wurde.
Seine Schilderungen vor Gericht im Zusammenhang mit dem Familienstreit unterschieden sich stark von den Aussagen seiner Ex-Frau und seinen Kindern, die vor der Polizei angegeben hatten, dass der Mann plötzlich bei ihnen aufgetaucht sei. Im Zuge eines Streits habe er die Frau, die gerade beim Kochen war und ein Messer in der Hand gehabt habe, gewürgt. Gleichzeitig habe er nach dem Messer gegriffen, es an der Klinge erwischt und sich dabei selbst eine massive Schnittwunde an der Hand zugefügt. Als sein Sohn einschreiten wollte, sei er bis auf einen Meter an diesen heran und habe ihn mit dem Messer bedroht.
Frau und Kinder hätten vor der Polizei gelogen, erklärte der Beschuldigte. Seine Ex-Frau habe ihn angerufen und ihm erlaubt, seine Kinder nach einem Jahr wiederzusehen. Gewürgt habe er sie nicht und nach dem Messer gegriffen habe er, weil seine Ex-Frau es ihm in den Bauch stoßen wollte. Dass sie mittlerweile wieder mit ihm zusammenleben wollen, zeige deutlich, dass er ihnen nichts getan habe.
Die Frau hatte sich für den Zeugentermin entschuldigt, seine Kinder waren zum Prozess ebenfalls nicht erschienen. Wiaderek vertagte und wird das Verfahren nach Wien abtreten, wo es beim anstehenden Vergewaltigungsprozess mit abgehandelt werden soll.

Blutiger Beziehungsstreit: Mutmaßlicher Täter vor Gericht.
Richter Slawomir Wiaderek

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