Bürgermeister wollen zur Radarpistole greifen

Am Reklawinkerlberg steht in der 50er-Zone eine fixe Radarbox, die Wirkung zeigt - hier fahren die meisten sehr diszipliniert.
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  • Am Reklawinkerlberg steht in der 50er-Zone eine fixe Radarbox, die Wirkung zeigt - hier fahren die meisten sehr diszipliniert.
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REGION PURKERSDORF (bri). Seit 2008 dürfen die Gemeinden keine Radarmessungen durch Privatfirmen durchführen lassen. Einige Bürgermeister wollen nun wieder Privatsheriffs losschicken. Gerade zu Schulbeginn sei die Sicherheit der Kinder durch Raser gefährdet. Die Bezirksblätter haben drei Bürgermeister aus der Region gefragt, wie sie zu Kontrollen stehen.

Gablitz setzt auf Disziplin

Bürgermeister Michael Cech aus Gablitz setzt auf Vernunft und Disziplin der Verkehrsteilnehmer und möchte in seiner Gemeinde keine eigenen Radarmessungen durchführen. Cech: „In Gablitz möchten wir gerne weiter den Weg gehen Geschwindigkeit zu reduzieren ohne zu strafen. Bauliche Maßnahmen wie Schwellen oder Fahrbahnteiler zeigen einen gewissen Erfolg." Gemessen wird daher mit einem mobilen Anzeigegerät und das immer an unterschiedlichen Stellen im Gemeindegebiet. "Schon die Anzeige der gefahrenen Geschwindigkeit führt oft zu einer Reduktion. Wenn wir dauerhaftes Schnellfahren feststellen, kooperieren wir mit der Polizei. Aber an eigene Gemeinderadarmessungen denken wir derzeit nicht", so Cech.

Gute Zusammenarbeit

Die Stadtgemeinde Pressbaum hat Geschwindigkeitsmessungen bereits vor einigen Jahren in Zusammenarbeit mit der BH-Wien Umgebung und der Landespolizei St. Pölten abgeklärt. Josef Schmidl-Haberleitner: "Damals haben wir Standorte im Bereich von Landesstraßen und Bundesstraßen bekannt gegeben, wo wir uns aus Sicherheitsgründen eine besondere Überwachung wünschen. Es handelte sich vor allem um Standorte vor Schulen, Kindergärten sowie öffentliche Einrichtungen." Auch der Rekawinkler Berg (B44) sowie "In der Au" (L123) sind als Überwachungsstandorte bewilligt. An diesen Standorten werden seither von der LPD St. Pölten Geschwindigkeitsmessungen durchgeführt. Bei Beschwerden über Raser im Ortsgebiet oder der Gemeindestraße wird sofort die örtliche Polizei informiert. Diese führt dann in diesen Bereichen, zu unterschiedlichsten Tages- und Nachtzeiten, Lasermessungen durch.

Radarattrappe zeigt Wirkung

"Wir haben uns auch noch eine Attrappe zugelegt, welche wir immer wieder an verschiedenen Standorten aufstellen. Damit erzielen wir gute Erfolge und bekommen immer wieder positive Rückmeldungen aus der Bevölkerung," so Bürgermeister Schmidl-Haberleitner.

Keine privaten Radar

Die Gemeinde Wolfsgraben hatte nie private Radar angedacht. "Wir haben eine mobile Tempoanzeige, die an verschiedenen Standorten aufgestellt wurde und wird. Seit Vizebürgermeister Christian Trojer das Auslesen und Veröffentlichen der Daten übernommen hat, gab es einige Überraschungen. Teilweise wurde mehr als das Doppelte der erlaubten Geschwindigkeit gefahren. Ansonsten misst die Polizei immer wieder an neuralgischen Punkten", so Bürgermeisterin Claudia Bock.

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