ÖBB Bahnhofsumbau
Der nächste Bahnhof ist in der Warteschleife

So wird der neue Bahnhof Unterpurkersdorf in rund zwei Jahren aussehen.
  • So wird der neue Bahnhof Unterpurkersdorf in rund zwei Jahren aussehen.
  • Foto: ÖBB, Pfeil architekten
  • hochgeladen von Anita Ericson

Dass Unter-Purkersdorf umgebaut wird, ist seit Jahren Thema. Nun haben die ÖBB endlich die ersten Pläne veröffentlicht.

PURKERSDORF (ae). Die Umbauarbeiten sollen mit Anfang nächsten Jahres starten. Geplant ist ein teilweise überdachter Inselbahnsteig mit wettergeschützter Wartekoje, welcher barrierefrei über zwei Lifte vom neu errichteten Personenübergang aus zu erreichen sein wird. Die Ausstattung des Bahnhofs erfolgt gemäßt den aktuellen Ausstattungsrichtlinien, unter anderem mit einem modernen Wegeleitsystem und dynamischen Reisendeninformationsanlagen. ÖBB-Sprecher Christopher Seif: „In den kommenden drei Jahren wird Unter-Purkersdorf modern umgebaut, die Inbetriebnahme der kundenrelevanten Anlagen erwarten wir Ende 2022.“

Neues Stadtviertel

Noch interessierter als am Bahnhof selbst, zeigen sich die Purkersdorfer naturgemäß am Areal rundherum: was denn hier wohl gebaut wird, das ist die große Frage, über die seit Jahren spekuliert wird. Hier gibt man sich seitens der ÖBB allerdings bedeckt und bittet noch kurz um Geduld: im Oktober soll ein Informationsfolder an alle Haushalte verteilt werden. Soviel verrät Seif: „Für die frei werdende, ca. 11.000 Quadratmeter große Fläche wird in Abstimmung mit der Stadtgemeinde Purkersdorf ein Bebauungskonzept erarbeitet. Dieses beinhaltet sowohl Überlegungen zum Stadtbild, zur Bebauungsdichte und Gebäudehöhe als auch Nutzungsüberlegungen und ein Verkehrskonzept.“ Über konkrete Nutzungen mag man noch nicht sprechen, Bürgermeister Stefan Steinbichler: „Die Baumallee soll erhalten bleiben und eine Tiefgarage errichtet werden. Ich würde mir weiters smarte Büros, einen zweiten Schulstandort oder betreubares Wohnen dort wünschen. Das letzte was Purkersdorf braucht, sind noch mehr Wohnungen.“

Kritik von der Seite

Von Oppositionsseite war bekrittelt worden, dass die Gemeinde bei der Planung zu wenig Mitsprache hätte. Dem entgegnet der ÖBB-Sprecher: „Ausgearbeitet wird das Bebauungskonzept für das Areal vom Architekturbüro Pfeil aus Purkersdorf. Ein erfahrenes, lokales Unternehmen mit hervorragenden Referenzen. Außerdem führen wir laufend Abstimmungsgespräche mit der Stadtgemeinde zum Thema Nutzungskonzept, Verkehr, Grünraum, Stadtbild und die zeitlichen Entwicklungsphasen.“ Bürgermeister Stefan Steinbichler kann die Vorwürfe ebenfalls nicht nachvollziehen: „Da wird kein einziges Fundament ausgehoben, bevor wir nicht zugestimmt haben. Die Pläne der ÖBB bedingen auch Umwidmungen, das kann gar nicht an uns vorüber gehen.“ Hauptkritiker Josef Baum sagt dazu: „Die Stadtgemeinde hätte sich mehr bemühen müssen, voll in die Planung involviert zu werden. Ich finde es unklug, das ganz aus der Hand zu geben.“

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