„Fünf Mal ausverkauftes Haus“ – Regisseur und Obmann ziehen Bilanz

v.l.n.r. Markus Richter, Bernhard Braher (Foto: Gablitzer Theatergruppe)

Am Sonntag, den 17. Juni 2018, fiel der letzte Vorhang für die Produktion „Das (perfekte) Desaster Dinner“ unter der Regie von Markus Richter, dem Intendanten des Theater 82er Haus. Die Aufführungen fanden an allen fünf Abenden vor einem ausverkauften Haus statt, was das Ensemble besonders gefreut hat. In einem Interview ziehen Markus Richter und Bernhard Braher, Obmann der Gablitzer Theatergruppe, Bilanz über die Zusammenarbeit und geben einen Ausblick auf die Zukunft.


Am Sonntag fiel der Vorhang für die letzte Aufführung der Produktion "Das (perfekte) Desaster Dinner". Was war das für ein Gefühl?

Markus Richter: Einerseits war es wunderbar, zu sehen wie das Publikum unsere Arbeit honoriert, fünf Mal ausverkauftes Haus und die Freude und der Spaß in den Gesichtern der Besucher nach den Aufführungen haben mich persönlich sehr gefreut.
Bernhard Braher: Als Obmann bin ich wahnsinnig stolz. Ich freue mich sehr über die Leistungen der Mitwirkenden und natürlich den großen Zuschauerzuspruch. Für mich ist bei einer letzten Aufführung, vor allem bei einer so erfolgreichen Produktion, immer viel Wehmut dabei. Bei der Probenarbeit und den einzelnen Aufführungen wächst man als Gruppe sehr eng zusammen und danach entsteht kurzzeitig eine gewisse Leere.

Was waren besondere Herausforderungen im Zuge der Probenarbeit? Was konntet ihr für euch selbst mitnehmen?

M: Ich musste mir als Regisseur natürlich immer bewusst sein, dass die Schauspielerinnen und Schauspieler, wenn sie zur Probe kommen, gerade einen Arbeitstag hinter sich hatten. Generell ist der Unterschied zur Arbeit mit Profis geringer als man glauben könnte. Die Herausforderung beim Inszenieren dieses Stücks lag im Tempo und im Rhythmus der Dialoge. Beide wurden jedoch von den Mitwirkenden großartig gemeistert.
B: Es war für uns sehr interessant, dass wir mit Markus Richter, die Chance hatten einmal unter professioneller Regie zu arbeiten. Persönlich konnte ich viele neue Einblicke, Ideen und Arbeitsweisen kennenlernen. Diese werde ich in die zukünftige Arbeit als Regisseur wiederum einfließen lassen und hoffentlich auch weitergeben.

Wie gestaltete sich die Zusammenarbeit zwischen dem Intendanten des Theater 82er Haus und dem Obmann der Gablitzer Theatergruppe?

M: Wie immer äußerst angenehm. Da ich das erste Mal auch als Regisseur an einer Produktion beteiligt war, war die Arbeit noch enger als sonst, was ich durchaus als sehr positiv sehe.
B: Seit Jahren pflegen wir einen sehr guten und freundschaftlichen Umgang miteinander. Da hat es mich umso mehr gefreut, dass wir bei dieser Produktion erstmals gemeinsam an einem Stück arbeiten konnten. Die Zusammenarbeit selbst ist von großem Respekt an Markus seinem künstlerischen Können geprägt. Regelmäßig haben wir uns ausgetauscht sowie offen und ehrlich über alles geredet. Wir hatten eine sehr produktive und positive Arbeitszeit. Danke Markus für die lehrreiche, schöne und auch sehr lustige Zeit!

Es handelte sich bei diesem Stück um eine erste gemeinsame Produktion. Wird es künftig mehr gemeinsame Produktionen geben?
M: Das hoffe ich sehr. Diesbezügliche Gespräche werden bereits geführt.
B: Ich würde mich sehr freuen, wenn es keine einmalige Geschichte bleibt. Da wir sowieso regelmäßig im Kontakt stehen, werden immer wieder gerne gemeinsame Zukunftspläne geschmiedet.

Markus, welche Produktion steht bei dir als nächstes an?
M: Ich habe am 17. Juli Premiere meiner Inszenierung von "Pflanz der Vampire" auf der Wiener Tschauner Bühne. Der Herbstspielplan des Theater 82er Haus ist auch gerade im Entstehen. Wir werden wieder tolle Künstler und Produktionen in Gablitz zu Gast haben.

Welche Botschaft kannst du, Markus, der Gablitzer Theatergruppe, auf Grund deiner langjährigen Erfahrungen, mit auf den Weg geben?
M: Theater kann nie Demokratie sein. Das heißt nicht, dass es eine Diktatur sein muss. Einer muss allerdings für alle Entscheidungen die Verantwortung übernehmen können.

Bernhard, wie ist der weitere Jahresplan für die Gablitzer Theatergruppe?
B:Wir gönnen uns jetzt mal die künstlerische Sommerpause. Im Hintergrund wird aber bereits eifrig an Ideen und möglichen Umsetzungen für die Produktionen 2019 gearbeitet. Von Seiten der Gablitzer Theatergruppe sind wieder zwei Stücke geplant, welche wieder im Theater 82er Haus aufgeführt werden. Eines im Februar 2019 und das Zweite im Mai bzw. Juni 2019. Außerdem wird es im Herbst wieder einen Improworkshop geben, um allen Mitgliedern bzw. die dies es vielleicht mal werden möchten, die Gelegenheit zu verschaffen ein bisschen Bühnenluft zu schnuppern. Hierbei soll so auch das Gruppengefüge gestärkt werden.

Gibt es von Seiten des Vorstandes, der Gablitzer Theatergruppe, schon konkrete Überlegungen für das kommende Spieljahr 2019?
B: Überlegungen gibt es immer - aber ein bisschen spannend müssen wir das noch halten. Spätestens im August dieses Jahres sollte dann alles fixiert sein und ihr findet die Informationen auf unserer Facebook-Seite sowie auf der Website unserer Theatergruppe bzw. des 82er Hauses.

Gablitz, 20. Juni 2018

Autor:

Gablitzer Theatergruppe aus Purkersdorf

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