Grüne Mobilität
Lass doch mal das Auto stehen!

Miniroller und -scooter sind keine Fahrzeuge. Sie sind die Lieblinge der Kids.
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  • Miniroller und -scooter sind keine Fahrzeuge. Sie sind die Lieblinge der Kids.
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Kurze Alltagswege zu Fuß zu gehen oder zu radeln ist gut fürs Klima, die Luft und die Gesundheit.

REGION PURKERSDORF (ae). Gut 30 bis 40 Prozent der Autos, die täglich durch Pressbaum rollen, sind lokal unterwegs: fahren einkaufen oder zum Friseur, bringen die Kinder zur Schule oder zum Sport. Diesen hausgemachten Verkehr hat man im Visier, wenn man in den nächsten Monaten daran geht, ein Konzept für nachhaltige Mobilität auszuarbeiten. Daniel Brühl von der NÖ Regional, der für Pressbaum zuständig ist: „Wir werden uns genau ansehen, wo Fuß- und Radwege zu verbessern sind, wo Lücken in den Radwegen zu schließen sind und auch Vorschläge erarbeiten, Kurzstrecken attraktiver zu gestalten“. Mehr kann er zum momentanen Zeitpunkt nicht sagen, das Konzept soll im Herbst vorliegen (wie auch weitere zur zukünftigen Gestaltung der Stadt – wir werden darüber berichten).

Wohlfühlen auch im Sommer
Was mit Attraktivität von Kurzstrecken gemeint ist, erklärt Christiane Maringer, Verkehrsstadträtin aus Purkersdorf am Beispiel ihrer Stadt: „Wir haben in den letzten Jahren entlang der Linzer Straße sehr viele Bäume verloren. Diese nachzupflanzen kostet viel Geld und dauert – schöner Baumschatten wäre aber wichtig, damit die Leute auch gerne hier gehen oder radeln. Sonst nehmen sie erst recht wieder das Auto“.

Vom Wiental nach Hütteldorf
Bezüglich Radwege ist die Region eigentlich ganz gut versorgt: von Gablitz bzw. Pressbaum kommt man über Purkersdorf nach Wien-Hütteldorf, ohne jemals die große Straße nehmen zu müssen: man radelt in verkehrsberuhigten Zonen oder auf eigenen Radstreifen oft am Gehweg. Verbesserungen wünscht sich Maringer für das letzte Stück auf niederösterreichischem Boden, die Wiener Straße: „Das ist unser einziger Ortsteil, von dem man schwer ins Zentrum kommt. Hunderte Ausfahrten, wo man acht geben muss und dann wechselt der Radweg auch noch ständig von einer Seite zur anderen.“ Richtung Tullnerbach und Pressbaum sieht sie das Land gefordert, finanzielle Mittel bereit zu stellen, den vorhandenen Radweg entlang der B44 sicherer zu gestalten.

Wohin mit dem Rad?
Innerorts fehlen vor allem Radabstellanlagen – es gibt drei moderne an den Bahnhöfen und nur eine davon ist versperrbar. Nicht nur an schönen Tagen sind die Plätze hier schnell voll. Besonders unzufrieden ist die Verkehrsstadträtin allerdings mit der Situation am Hauptplatz: „Da gibt es gerade eine Handvoll alter Radständer, sogenannte Felgenmörder. Das kann doch nicht sein, dass die Autos fast bis direkt vors Café fahren können und die Radler viel zu wenig Abstellplätze haben“.

Zur Sache

Neben klassischen Fahrrädern gelten auch E-Bikes, Segways, Trittroller und E-Scooter als solche – sie dürfen/müssen die gleichen Verkehrsflächen benutzen und sind entsprechend auszustatten. Lediglich Miniscooter und Hoverboards gelten nicht als Fahrzeuge, sie sind ausschließlich auf Gehwegen zu benutzen – haben sie keinen Motor dürfen Kinder ab acht Jahren ohne Begleitung darauf unterwegs sein. In jedem anderen Fall sind Kinder bis zwölf Jahre (zehn mit Radfahrausweis) im öffentlichen Verkehr zu begleiten (außer zu Fuß gehen natürlich).

Autor:

Anita Ericson aus Purkersdorf

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