Öffentlicher Verkehr
So Öffi-fit sind unsere Gemeinden

Abholdienst am Bahnhof Tullnerbach-Pressbaum mit dem E-Mobil.
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  • Abholdienst am Bahnhof Tullnerbach-Pressbaum mit dem E-Mobil.
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Gemeinden im Check V: So gut pendelt man ohne Auto in die Arbeit.

REGION PURKERSDORF (ae). Niederösterreich ist das Land der Pendler. 29 von 100 zurückgelegten Kilometern werden dabei mit den Öffis gefahren. Auch in unserer Region pendeln täglich viele Menschen zur Arbeit (oder Schule), vorwiegend ins nahe Wien. Da das Wiental direkt an der Bahn liegt – mit insgesamt acht Stationen von Rekawinkel bis Purkersdorf Sanatorium – gibt es hier einen besonderen Anreiz, das Auto stehen zu lassen: die Bahn steckt nie im Stau.

Im Sinne des Klimas

Einige pendeln mit dem Zug auch in die andere Richtung nach St. Pölten, denn die sogenannte „Innere Westbahn“ verbindet die Bundes- mit der Landeshauptstadt übers Wiental. So profitieren auch wir hier von der Initiative zur Verbesserung des Bahnangebots in der Ostregion, für die alleine das Land Niederösterreich in den nächsten zehn Jahren 1,1 Milliarden Euro investiert. Erste positive Auswirkungen bekommen wir sogar alsbald zu spüren: ab 15. Dezember gilt der neue Bahnfahrplan, der deutliche Taktverdichtungen bringt.

Mit der Bahn im neuen Takt

Neu ist die Erweiterung des Viertelstundentaktes der S50 von Wien-West bis Unter-Purkersdorf auf die Spannen zwischen ca. 6 und 9.30 sowie 12.30 und 20 Uhr. Der bereits bestehende Viertelstundentakt wird damit um rund fünf Stunden ausgeweitet und bietet nun auch eine bessere Abdeckung des Schülerverkehrs zu Mittag. Der tägliche Halbstundentakt wird ebenfalls ausgedehnt, er gilt nun bis 22.28 ab Wien-West und auch an Sonn- und Feiertagen bis Tullnerbach-Pressbaum sowie zur Hauptverkehrszeit bis Eichgraben-Altlengbach. Im Früh- und Nachtverkehr gibt es außerdem zusätzliche Züge. Mit diesen neuen Verbindungen zählt die Bahnhaltestelle Purkersdorf-Zentrum rund 150 tägliche Abfahrten und Ankünfte.

Die Lücken schließen

So sehr die Verbesserungen die Pendler auch freuen, mischten sich bei unserem Lokalaugenschein doch auch Skepsis in die Gespräche – darüber, dass man befürchtet, die Park-&-Ride-Plätze könnten demnächst übergehen. Freilich kann man das Auto auch ganz daheim stehen lassen und den Bus zur nächsten Bahnhaltestelle nehmen – je nachdem wo genau man wohnt und wann man unterwegs ist, sind die lokalen Busverbindungen bestens bis „na ja, geht so“. Im Na-Ja-Fall springen die verschiedenen Ortstaxis in die Bresche.

Vorbildliche Privatinitiative

Im sehr weitläufigen Pressbaum beispielsweise ist das der Verein E-Mobil, eine Privatinitiative, die sich über Mitgliedsbeiträge und staatliche Förderung finanziert. Peter Grosskopf, einer der beiden Initatoren des Projekts: „Wir betreiben zwei Nissan-Leaf-E-Autos. Jedes Mitglied zahlt 20 Euro im Monat und kann kostenlose Fahrdienste in Anspruch nehmen“. Rund 50 der insgesamt 175 Vereinsmitglieder zahlen einen deutlich geringeren Betrag und stellen sich ehrenamtlich als Fahrer zu Verfügung. „Uns gibt es seit drei Jahren und heuer werden wir mit rund 12.000 Taxidiensten bilanzieren“, freut sich Grosskopf über den großen Erfolg seiner Idee. Rund die Hälfte der Fahrten hat übrigens den Bahnhof Tullnerbach-Pressbaum als Ziel oder Ausgangspunkt.

Stadt-, Orts- und Nachttaxis

Die Taxifahrten des Vereins E-Mobil Pressbaum können von Mitgliedern kostenlos gegen telefonische Vorbestellung in Anspruch genommen werden, Betriebszeiten sind Mo bis Sa 8.30 bis 21 Uhr – gefahren wird in den Gemeindegebieten Pressbaum und Tullnerbach. Das Purkersdorfer Stadttaxi fährt Mo bis Sa, man nimmt es für eine Fahrt zwischen Daheim und Haupt- oder Sportplatz bzw. retour. Es kostet mit VOR-Monatsticket 2 Euro. Abends steht es zu den Ankunftszeiten der Züge aus Wien beim Bahnhof Purkersdorf Zentrum, um Passagiere (oder lokale Gasthausgeher) nach Hause zu bringen. Das Gablitzer Ortstaxi kostet 2 Euro für Fahrten innerhalb von Gablitz bzw. 3 nach Purkersdorf oder Mauerbach, es ist Mo, Mi und Fr jeweils am Vormittag im Einsatz. Das Mauerbacher Ortstaxi kostet mindestens doppelt so viel und fährt nur am Dienstag. Bestellt wird bei allen per Telefon mindestens eine halbe Stunde im Vorhinein. Außerdem gibt es das Nacht(eulen)-Taxi 31300, eine Initative vom Pressbaumer Jugendstadtrat Thomas Tweraser: Einwohner von Gablitz, Purkersdorf, Pressbaum, Tullnerbach und Wolfsgraben erhalten am Gemeindeamt die Nachteulenkarte, die in Wien-Hütteldorf dem zuvor bestellten Taxi vorgelegt wird – die Fahrt nach Hause kostet dann nur mehr zwischen 8 und 12 Euro (gültig zwischen 2.30 und 3.30 Uhr). Mauerbach wiederum schießt die Hälfte des Taxipreises (max. 10 Euro) für die Heimfahrt nach dem letzten Bus zu.

Autor:

Anita Ericson aus Purkersdorf

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