Versicherungsbetrug misslungen

Staatsanwalt Wurzer hielt das Vorgehen des Bikers "perfide".
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PURKERSDORF/ST. PÖLTEN (ip). Nachdem einem 29-Jährigen aus Purkersdorf das Motorrad aus einem öffentlich zugängigen Keller gestohlen und gleichzeitig das Schloss seines versperrbaren Abteils aufgebrochen worden war, verlegte der Geschädigte gegenüber Polizei und Versicherung kurzerhand den Tatort des Diebstahls.

Schadenersatz erhofft

In der Hoffnung, wenigstens auf Kulanzweg Schadenersatz für sein angeblich im versperrten Bereich abgestelltes Motorrad zu bekommen, erstattete er Anzeige wegen Einbruchdiebstahls und täuschte damit eine strafbare Handlung vor.
Ein misstrauischer Beamter befragte die Nachbarn und erfuhr so, dass das Fahrzeug nicht eingesperrt verwahrt war und der 29-Jährige somit falsch ausgesagt hatte. Gleichzeitig versuchte der Beschuldigte zweimal Schadenersatz für sein angeblich rund 10.000 Euro teures Motorrad zu bekommen.

Hartes Urteil

„Ich halte dieses Vorgehen für sehr perfide“, meinte Staatsanwalt Karl Wurzer beim Prozess am Landesgericht St. Pölten. Auch für Richter Slawomir Wiaderek war es nicht nur ein „Ausrutscher“ in einer Ausnahmesituation. Er verurteilte den reuigen, geständigen Mann zu einer bedingten Freiheitsstrafe von sieben Monaten und betonte, dass es kein Volkssport sein dürfe, die Versicherung zu betrügen, nur weil man dort schon jahrelang Beiträge eingezahlt habe (nicht rechtskräftig).

Staatsanwalt Wurzer hielt das Vorgehen des Bikers "perfide".
Richter Slawomir Wiaderek

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