Wildtier Schaden Purkersdorf
Vorsicht, Wild!

Knappe 3.000 Euro Wildschaden in einer Nacht
  • Knappe 3.000 Euro Wildschaden in einer Nacht
  • Foto: Foto: Lettner
  • hochgeladen von Sabine Schwarz

PURKERSDORF. Über 28.000 Wildtiere sterben jedes Jahr auf Niederösterreichs Straßen. Und auch zwei Menschen sind vergangenes Jahr bei Unfällen gestorben. Um die Unfallzahlen zu senken, setzt der NÖ Jagdverband unter anderem auf Duftzäune und optische Warnmelder. Ein Lokalaugenschein.

Wildes Erlebnis

„Ich hatte den Führerschein noch nicht lange, es muss Anfang Dezember gewesen sein. Ungefähr um Mitternacht war ich unterwegs auf der Straße von Mauerbach nach Gablitz, und sehe auf einmal lauter Babies, sieben bis acht Frischlinge, auf der Seite. Ich habe abgebremst, bin eh schon ganz langsam gefahren. Auf einmal kommt von der anderen Seite, von links, so ein ‚Bär von einem Wildschwein‘, erzählt Andreas Lettner. Mit der Schnauze läuft das Tier gegen den Scheinwerfer, drückt mit dem Körper gegen das Auto. Bilanz: Kaputte Scheinwerfer, Stoßstange, Kotflügel und eingedrückte Tür. Seine Erfahrung mit Wildtieren ging für ihn zum Glück - trotz des in etwa 3.000 Euro Schadens - noch gut aus. Bereits 140 Personen haben sich 2018 in Niederösterreich bei einem Verkehrsunfall mit einem Wildtier verletzt. Zwei Niederösterreicher verunglückten dabei tödlich.

Schäden bis 14.000 Euro

Der Generali Versicherung AG in Purkersdorf werden ein bis zwei Wildtierschäden im Jahr gemeldet. "Die Reparaturkosten betragen abhängig vom Fahrzeugwert im Durchschnitt bis 4.000 Euro", so Markus De Bettin, langjähriger Versicherungsmitarbeiter in Purkersdorf. Sein letzter Wildschaden verursachte Reparaturkosten in Höhe von sage und schreibe 14.000 Euro bei einem Audi A6. Konstantin Köstler, Serviceleiter bei Autohaus Josef Mann GmbH in Pressbaum, meint: „Da kann man gar nicht so schnell reagieren, oft bleibt das Tier einfach auf der Straße stehen.“ Erfahrungsgemäß gibt es Schäden an der Stoßstange, Motorhaube und Scheinwerfer. "Es ist oft gescheiter geradeaus zu fahren, als zu verreißen und dann gegen den Baum zu fahren", meint der Serviceleiter weiters. Die Wischerblätter sollten kontrolliert werden, da die Sicht durch Nebel eingeschränkt ist. Der Bezirksjägermeister Johannes Schiesser aus Traismauer erklärt den Bezirksblättern, dass bereits Wildvergrämungsmaßnahmen entlang der B1 angebracht wurden. Mit jeder Wildunfallmeldung zeichnet der zuständige Jäger genau den Ort auf, an dem sich der Unfall zugetragen hat. Optische Wildwarngeräte reflektieren auf den Wald, was die Tiere besser abschreckt und warnt. Optisch-akustische geben, sobald der Scheinwerfer draufleuchtet, einen Ton ab, der nur für das Ohr der Tiere zu hören ist.

Richtiges Verhalten

Stark bremsen, Lenkrad gut festhalten, Ausweichmanover stellen ein hohes Risiko dar. Bei einem Wildunfall Fahrzeug abstellen und Unfallstelle absichern. Polizei und im Bedarfsfall die Rettung verständigen. Das Tier darf keinesfalls mitgenommen werden.

Autor:

Sabine Schwarz aus Purkersdorf

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