Gablitzer Zukunftsprojekt ZENTRUM auf Schiene

vlnr.: Vbgm. Franz Gruber, GGR. Ingrid Schreiner, GGR. Manuela Dundler-Strasser, Bgm. Michael Cech, Vbgm. Peter Almesberger, GGR. Marcus Richter, GGR. Christine Rieger
  • vlnr.: Vbgm. Franz Gruber, GGR. Ingrid Schreiner, GGR. Manuela Dundler-Strasser, Bgm. Michael Cech, Vbgm. Peter Almesberger, GGR. Marcus Richter, GGR. Christine Rieger
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Bgm. Michael Cech: „Dieses für Gablitz so wichtige Zukunftsprojekt lässt uns mit zwei Sondersitzungen in der ersten und zweiten Woche des Jahres arbeitsreich in das neue Jahr starten. Kurz vor Weihnachten konnten wir mit den Österr. Bundesforsten und der Trägerin des Gablitzer Klosters, der Kongregation der Schwestern vom göttlichen Erlöser einen Kooperationsvertrag für die Projektumsetzung ausverhandeln. Damit ist der Weg für dieses Jahrzehnteprojekt geebnet.
Pläne und Visionen für die Zukunft, ein klares Bild, wie wir unsere Gemeinde für unsere und die nächsten Generationen entwickeln möchten, das ist mir besonders wichtig.

Und wir haben ein ganz klares Bild, wir wollen die hohe Lebensqualität in Gablitz erhalten und ausbauen. Wir wollen aber gleichzeitig unser Zentrum stärken und die notwendige Infrastruktur für viele Jahrzehnte sicherstellen.
Und so freue ich mich wirklich sehr, dass jahrelange Vorarbeit und intensive Abstimmungen kurz vor Weihnachten von Erfolg gekrönt waren und wir die Weichen für ein wirkliches Jahrzehnteprojekt in Gablitz legen konnten. Mit dem Kooperationsvertrag zwischen Gemeinde, Kongregation und Bundesforsten konnten wir den wichtigen Startpunkt für die Zentrumsentwicklung legen.
Eine Entwicklung, die in einem ersten Schritt das Gablitzer Zentrum absolut hochwassersicher machen wird und damit die Sorgen vieler Gablitzer für immer der Vergangenheit angehören werden.
Und in einem zweiten Schritt die Grundlage für die nachhaltige Entwicklung unserer Gemeinde legt. Platz schafft für einen neuen Kindergarten, Betreutes Wohnen, einem zukunftssicheren Alten- und Pflegeheim, eine Begegnungsstätte für Vereine, Senioren, Jugend und Sport und damit Leben und Zukunft in das Herz unserer Gemeinde bringt.“

Der Kooperationsvertrag sieht vor, dass auf Kosten der Österr. Bundesforste und der Kongregation auf deren Grundstücken im Gablitzer Zentrum eine sogenannte „Flutmulde“ errichtet wird. Diese Flutmulde soll im Hochwasserfall das Wasser des Hauersteigbaches sammeln und dann geordnet in den Gablitzbach ableiten. Im Normalfall wird die Flutmulde als Naherholungsgebiet und Grünraum im Gablitzer Zentrum ausgestaltet.
Durch diese Maßnahme wird das Gablitzer Zentrum (nach den beiden bereits errichteten Dämmen am Allhang und in Höbersbach) endgültig hochwassersicher und bestehendes Bauland, das durch die Hochwasserzone derzeit gesperrt ist, bebaubar.

Weiters sieht der Kooperationsvertrag vor, dass die Marktgemeinde Gablitz die Infrastruktur für die Erschließung der Grundstücke übernimmt.
Michael Cech: „Das ist ein ganz normaler Vorgang, wie wir ihn auch bei allen anderen Aufschließungen in der Gemeinde kennen. Als Gemeinde errichten wir Straßen, Kanal und Beleuchtung und erhalten dafür sogenannte Aufschließungsabgaben.“

Zusätzlich verpflichtet sich die Gemeinde nach Errichtung der Hochwasserschutzmaßnahmen die Umwidmung jener Grünland-Grundstücksteile, die im Zentrum liegen, in Bauland voranzutreiben.

Cech: „Auch dafür sind die Vorarbeiten natürlich schon verantwortungsvoll getan. Die entsprechenden Gutachten liegen vor, die NÖ Landesregierung unterstützt das Projekt, das absolut im Einklang mit unserem Entwicklungskonzept und dem Ziel des Landes ist, Zentren zu stärken und verdichtete Bebauung nur in zentrumsnahen Lagen voranzutreiben.“

Zu einer weiteren Kostenübernahme konnten Bundesforste und Kongregation im Kooperationsvertrag verpflichtet werden. Die Absiedlung der Tennisplätze und Neuerrichtung moderner Plätze beim Gablitzer Sportplatz wird durch die beiden Projektbeteiligten finanziert und ebnet den Weg rund um den Sportplatz ein Gablitzer Sportzentrum zu entwickeln.
Cech: „Und auch das ist natürlich mit den betroffenen, dem Gablitzer Tennsiclub abgestimmt und der Club ist in alle Planungen und Überlegungen eingebunden“.

Am 12. Oktober 2017 hat Bürgermeister Michael Cech schon zu einer Bürgerversammlung alle Bewohnerinnen und Bewohner des Zentrums sowie der angrenzenden Siedlung eingeladen um über den aktuellen Stand zu informieren.
Dabei konnten schon falsche Gerüchte entkräftet werden, die im Vorfeld geschürt wurden. „Von Wohntürmen war da die Rede und mehreren hunderten Wohnungen. Alles Unsinn und weder geplant noch gewünscht, noch von der geltenden Gablitzer Bauordnung möglich.“

Cech: „Klar ist, dass Gablitz – ob wir es wollen oder nicht - eine wachsende Gemeinde ist und wir vorausdenken wollen und müssen. Wir wollen Gablitz ganz bewusst für die Zukunft entwickeln. Da wir über keine Platzreserven der Gemeinde verfügen sichert uns dieses Projekt, daß wir auch in den kommenden Jahrzehnten wichtige Infrastruktur für unsere Bevölkerung errichten können. Besonders am Herzen liegt mir, dass das alle Generationen betrifft. Das „Betreute Wohnen“ ist seit seiner Eröffnung voll ausgebucht, das Gablitzer Marienheim wird in den kommenden Jahren neu errichtet werden müssen und da bietet sich die Lage neben dem Kloster St. Barbara geradezu an. Gablitz braucht in den kommenden Jahren einen neuen Kindergarten. Und der Platzbedarf von Vereinen, Sport, Jugend und Senioren kann im Zentrum mit einer Mehrzweckhalle erfüllt werden, da unsere Festhalle schon jetzt aus allen Nähten platzt.“

Die Mitglieder des Gemeindevorstandes haben das Projekt und damit den Abschluss des Kooperationsvertrages einstimmig dem Gemeinderat für seine Sondersitzung am 10. Jänner 2018 vorgeschlagen. Das ist der nächste Schritt des Projektes.

Danach sind noch weitere Hausaufgaben zu erledigen.
Bgm. Michael Cech ist sich mit den beiden Vizebürgermeistern Franz Gruber (VP) und Peter Almesberger (SP) einig: „Gemeinsam mit den Mitgliedern des Gemeinderates werden wir die konkreten Projekte und deren zeitliche Umsetzung überlegen. Das ist auch Basis für das Verkehrskonzept. Denn keiner hat ein Interesse daran, dass wir eine ungelöste Verkehrssituation schaffen. Wir wollen eine Stärkung des Zentrums, Leben und Angebot. Eine bewusste, verantwortungsvolle und zukunftssichere Entwicklung unserer Gemeinde.“

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