Wirbel um Wolfsgrabener Gemeindeamt

Bgm. Claudia Bock sieht die Lage und die Infrastruktur des Gebäudes als Vorteile.
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WOLFSGRABEN. Seit langem wird in Wolfsgraben über ein neues Rathaus diskutiert. Nachdem eine Umfrage den bestehenden Standort als den von den Bürgern bevorzugten ergab, tauchte nun eine neue Option auf: Wie kürzlich bekannt wurde, wird das rund 2.000 Quadratmeter große Gebäude der Firma Automic frei und vor allem von der ÖVP als neuer Standort favorisiert. Zu einem Grundsatzbeschluss kam es bislang noch nicht: Die Opposition verließ in stillem Protest geschlossen die Sitzung.

Undemokratisches Verhalten
"Die Bürgermeisterin hat explizit zugesagt, dass alle Informationen an den zuständigen Ausschuss weitergegeben werden. Ungeachtet dessen wurden Verhandlungen mit der Grundstücksbesitzerin geführt. Das ist zutiefst undemokratisches Verhalten! Handschlagqualität ist was anderes", lassen Josef Pranke (Aktives Wolfsgraben), Vorsitzender des zuständigen Verkehrs- und Dorferneuerungsausschusses, sowie der Rest der Opposition nun Kritik laut werden. Nachdem man in der Gemeinderatssitzung im März einstimmig den Verkehrs- und Dorferneuerungsausschuss mit der Causa Gemeindeamt beauftragte, will er als Ausschuss-Vorsitzender sich das Zepter nun nicht nehmen lassen, denn: "Das gehört sorgfältigst evaluiert!"

Beschluss ohne Opposition
Bgm. Claudia Bock wittert im Verhalten der Opposition verfrühten Gemeinderats-Whalkampf und kann den Protest nicht nachvollziehen: "Das hätte nicht partout geheißen, dass wir da reinsiedeln, sondern dass man mal ernsthaft darüber redet, weil ja auch die Grundstücksbesitzerin Informationen braucht." Zudem müsse man bedenken, dass der Gemeinde durch die Absiedelung der Firma durchschnittlich 200.000 Euro an jährlicher Kommunalsteuer verloren gehen und die Finanzierung eines Neubaus somit erschweren, so Bock. Zudem sieht sie die vorhandene Infrastruktur und die Lage, die vor allem Bewohnern des Heimbautals und der Liesinger Straße entgegen kommt, als Aspekte die für eine Umsiedelung ins Automic-Gebäude sprechen.

Selbst Schuld, kein Mitleid
Die Kritik an der mangelnden Informationspolitik lässt sie nicht gelten: "Wer Informationen will, hätte sitzen bleiben und zuhören müssen. Noch am Vormittag habe ich wichtige Gespräche geführt." Aufhalten lässt sich die VP vom Trotz der Opposition dennoch nicht: "Bei der nächsten Sitzung am 18. Juni sind wir auch ohne Opposition beschlussfähig."


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Autor:

Tanja Waculik aus Purkersdorf

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