Naturpark als regionaler Motor

Lernen im Grünen - der Naturpark erfüllt auch einen Bildungsauftrag
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  • Lernen im Grünen - der Naturpark erfüllt auch einen Bildungsauftrag
  • Foto: Naturpark Purkersdorf
  • hochgeladen von Anita Ericson

Die Fläche des Naturparks Purkersdorf steht zur Gänze im Besitz der Stadtgemeinde, die dafür jedes Jahr rund 25.000 Euro zuschießt. Bekommt man das denn auch wieder retour – durch Ausflüger etwa, die Geld in der Region lassen?

PURKERSDORF (ae).  „Dieses Frühjahr hatten wir extrem viele Besucher aus Wien“, erinnert sich Gabi Orosel, Geschäftsführerin vom Naturpark Purkersdorf, an den Lockdown als besonders arbeitsreiche Zeit. Auf die lokale Wirtschaft hatte das freilich wenig Einfluss, war doch fast alles geschlossen.

Eine Frage der Lage

Aber auch in „normalen Zeiten“ profitieren nur wenige direkt vom Besucherstrom. Evi Bendl, die Betreiberin des Café Zeit am Purkersdorfer Hauptplatz, bringt es auf den Punkt: „Eher selten kommt mal wer hereingeschneit, der vorher im Naturpark war, dazu liegen wir einfach zu weit vom Schuss.“ Anders ist das bei Johannes Bär, der mit seinem Gasthaus am Eingang zum Naturpark liegt: „Für uns sind die Familien und Ausflüger eine wichtige Säule im Geschäft. Außerdem stellen wir die Grillagen für Kindergeburtstage und Schulausflüge“. Demnächst wird man die Urkunde als Naturpark-Partner bekommen, auf der Karte wird es saisonale Naturparkgerichte geben wo hiesiger Bärlauch, Honig oder Pilze im Mittelpunkt stehen.

Umwegrentabilität

„Eines unserer Naturparkziele ist die Regionalentwicklung“, erklärt Gabi Orosel die indirekte wirtschaftliche Bedeutung des Parks, „Mit unseren Partnern versuchen wir regionale Produkte aus dem Naturpark und damit eine nachhaltige Wertschöpfung, die in der Region bleibt, zu etablieren.“ So ist man gerade dabei, den Jagdklub Purkersdorf als Partner zu gewinnen. Orosel: „Ich würde mir vorstellen, dass wir etwa Wildprodukte aus unserem Wald bei verschiedenen Festen als Spezialitäten anbieten‘. Ein bereits gut etablierter Partner ist Imker Benno Karner, der an drei Standorten im Naturpark Bienenstandorte hegt und hier auch Führungen veranstaltet. „Das passt einfach perfekt zu uns, wir wollen Natur- und Umweltschutz leben und anderen so naturnah wie möglich das Erlebnis Biene und ihre Produkte näher bringen“, weiß Benno Karner die Partnerschaft zu schätzen, „Unsere Edition ‚Naturpark Honig‘ erfreut sich großer Beliebtheit“. Der Naturpark wiederum profitiert von den Bienenstöcken, da die fleißigen Bienen intensiv zum Erhalt der Biodiversität beitragen.

Bildung hat Wert
Zu guter Letzt bietet der Naturpark auch Beschäftigungsmöglichkeiten für vier fixe Mitarbeiter sowie eine Einnahmequelle für verschiedene freie Naturvermittler und Institutionen, Orosel: „Wir haben auch einen Bildungsauftrag. Hier arbeiten wir mit zahlreichen Partnern wie Natürlich Lernen, Learning Events oder zertifizierten Waldpädagogen aus der Region zusammen.“ Gemeinsam vermittelt das gesamte Team zu unterschiedlichen Themenschwerpunkten und ist mit zahlreichen Kindergartengruppen und Schulklassen im Wald unterwegs.

Brandneues Angebot:

Wolliger Dünger aus dem Naturpark
Soeben wurden die Schafe auf der Kellerwiese geschoren – die Wolle können sich Gartenbesitzer nun als nachhaltigen Pflanzendünger holen: Schafwolle hat als Dünger eine ähnliche Wirkung und Zusammensetzung wie Hornspäne. Sie wirkt durch ihre langsame Zersetzung und Abgabe der Nährstoffe als Langzeitdünger im Boden und sorgt zudem für eine gute Bodenlockerung und -struktur. Die Schafwolle hat einen hohen Stickstoffgehalt von ca. zehn bis zwölf Prozent und enthält Phosphor sowie Kalium. Zudem fungiert die Wolle als Feuchtigkeitsspeicher. Sie ist in der Lage ein Vielfaches ihres Eigengewichts an Wasser aufzunehmen und wirkt wie ein Schwamm, der das Wasser in Trockenperioden langsam abgibt.
Grundsätzlich kann man damit alle Pflanzen (auch Zimmerpflanzen) düngen. Besonders gern mögen Erdäpfel und Paradeiser den Schafwolldünger. Eine ausgelegte Baumscheibe aus Schafwolle für Obstbäume und Beerensträucher oder eine Hand voll Wolle zur Bodenlockerung sowie als Wasserspeicher beim Pflanzen zusätzlich ins Pflanzloch geben, und nächstes Jahr gedeiht alles prächtig.
Die Wolle kann ungewaschen benutzt werden, sie wird gegen eine freiwillige Spende abgegeben, Kontakt: Naturparkwerkstatt, 02231/62601-815

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