31.08.2016, 12:49 Uhr

Wenn Kopfschmerz quält….

(Foto: privat)
Kopfschmerzen treffen mehr als die Hälfte der Bevölkerung in Österreich mehrmalig im Jahr. Symptome der unterschiedlichen Kopfschmerzformen reichen vom schlichten Spannungsgefühl im Nacken und im Hinterkopf bis hin zu Druck- und Klammergefühlen an den Schläfen. Besonders schlimm werden Schmerzen in der Stirn, den Augen aber auch im Gesicht oder Kiefer empfunden. Fachleute unterteilen Kopfschmerzen in einige Duzend Unterarten. Besonders verbreitet sind: Migräne, Spannungskopfschmerz, Schmerzen bei Augenerkrankungen, Halswirbelsäulenbeschwerden aber auch Nervenschmerzen wie die Trigeminusneuralgie oder ausstrahlende Zahnschmerzen. Infekte der Ohren oder Nebenhöhlen verursachen Schmerzen im Gesicht und am Kopf.

Diagnose oft über Irrwege

Die Diagnostik von Kopfschmerzen führt für den Patienten oft über Irrwege. Eine Reihe von Fachärzten kümmert sich um die zugrunde liegenden Probleme und allzu oft findet der Patient für sich nicht den richtigen Weg zur Diagnose und zur Therapie. Einmalige und kurze Kopfschmerzen lassen sich in leichten Fällen vom Patienten selber mit gängigen Medikamenten aus der Apotheke behandeln. Dringend muss bei Warnsymptomen ein Spezialist aufgesucht werden: Sehstörungen, Bewusstseinsveränderungen, Ohnmacht, Lähmungen im Gesicht oder von Körperteilen und häufige sowie heftige Schmerzepisoden sind Gründe für genaue Untersuchungen. Klassische diagnostische Schritte sind: Gespräch, Untersuchung des Patienten, Schmerztagebuch, MRT des Kopfes und des Nackens und das Aufzeichnen der Gehirnströme im EEG.

Therapie ist komplex

Die Therapie von chronischen Kopfschmerzen ist komplex und muss sehr genau auf den individuellen Patienten abgestimmt werden. Fast immer sind Medikamente ein notwendiger Baustein der Behandlung. Moderne Kopfschmerzmedikamente müssen jedoch nicht immer Tabletten sein, die leider allesamt den Magen angreifen. Schmerzspezialisten können bei Migräne etwa Nasensprays verordnen die den Schmerz sofort unterbrechen ohne dass der Patient Tabletten nehmen muss. Ebenso gangbar sind physikalische Therapiewege, Schmerzlinderung durch Akupunktur, das klassische Schröpfen aber auch bei manchen Schmerzformen gezielte Nervenblockaden.
0
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.