31.08.2016, 12:51 Uhr

Wenn Muskeln schmerzen….

(Foto: privat)
Muskelschmerzen sind ein Beschwerdebild das am gesamten Körper auftreten kann. Besonders oft betroffen sind die Weichteile um den Nacken, den Schultergürtel, die Arme, der Lendenbereich aber auch die großen Muskelgruppen der Oberschenkel. Typisch für viele muskuläre Schmerzbilder ist das Wandern der Schmerzschwerpunkte von Region zu Region im Zeitverlauf. Die Ursachen von Muskelschmerzen sind oft harmlose Weichteilverletzungen, Verspannungen oder Verkühlungen von Muskelgruppen. Leider steckt aber auch gerade bei anhaltenden Beschwerden Weichteilrheuma oder die Fibromyalgie dahinter. Hierbei handelt es sich eine chronische, schmerzhafte rheumatische Erkrankung der Muskulatur bei der mit der Zeit immer mehr Muskelgruppen immer schmerzhafter werden.

Diagnose beginnt mit genauer Untersuchung

Die Diagnostik von Muskelschmerzen beginnt immer mit der genauen körperlichen Untersuchung des ausgezogen Patienten. Muskelspannung, Druckschmerzhaftigkeit, Kraft, Beweglichkeit aber auch Feinmotorik müssen vom Arzt gewissenhaft geprüft werden. Laboruntersuchungen sind leider oft nicht hilfreich weil die Mehrzahl gerade der Weichteilrheumapatienten kaum veränderte Laborwerte aufweist. Trügerischer Weise sind gerade die „Rheumawerte“ im Blut bei diesen Patienten scheinbar unauffällig. Hilfreich zum Verstehen von Muskelschmerzen ist hingegen die so genannte Triggerpunktuntersuchung. Hierzu werden schmerzende Punkte in der Muskulatur lokalisiert. Ihre Verteilung am Körper weist den Weg zur Diagnose.

Vielfältige Therapie

Die Therapie von Muskelschmerz und Weichteilrheuma ist vielfältig. In einfachen Fällen genügen Infiltrationen, das Quaddeln schmerzhafter Muskeln, Infusionen und physikalische Therapien. Besteht der Schmerz jedoch lang dann schwebt die Gefahr laufender Verschlechterung durch das Ausbilden des Schmerzgedächtnisses stets über dem Patienten. Schmerzspezialisten müssen solche Patienten mit gezielter medikamentöser Schmerztherapie rasch aus der Schmerzspirale herausführen. Die Muskulatur muss erweicht werden, die Schmerzstärke rasch gesenkt werden und vor allem ist das Wiedererlangen der vollen Beweglichkeit wichtigstes Therapieziel. Komplementärmedizinisch werden Muskelschmerzpatienten zusätzlich mit Akupunktur und entspannenden Muskelölen betreut.
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