31.08.2016, 12:52 Uhr

Wenn Nerven schmerzen….

(Foto: privat)
Nervenschmerzen sind für Patientin im Alltag eine der unangenehmsten Schmerzformen. Typisch für Nervenschmerzen ist der brennende und oft auch elektrische Charakter der Schmerzempfindung. Oft beschreiben Patienten den Schmerz auch als blitzartig einschießend und durch die betreffende Körperstelle fahrend. Die Ursache von Nervenschmerz ist immer ein Schaden am Nervengewebe selbst; - statt Schmerz von einer Körperstelle zum Gehirn zu leiten wird der kranke Nerv selbst Auslöser des Schmerzes. Typische Ursachen solcher Nervenschäden und folgender Nervenschmerzen sind: Die Gürtelrose, Diabetes, Gifte aus Industrie und Landwirtschaft, Mangelzustände bei Fehlernährung, Bandscheibenschäden aber auch Unfälle mit Nervenverletzungen.

Schwierige Diagnose

Die Diagnostik von Nervenschmerzen ist schwierig und sollte Spezialisten vorbehalten sein. Oft machen Patienten wahre Rundreisen von Arzt zu Arzt und von Krankenhaus zu Krankenhaus bis es zu einer seriösen Diagnose kommt. Besonders beim Nervenschmerz sind eine lange und genaue Abfrage der Vorgeschichte und eine detaillierte körperliche Untersuchung nötig. Der Arzt muss sich am völlig entkleideten Patienten ein Bild der Muskulatur, des Knochenzustands und der Reflexe machen. Erst in zweiter Linie spielen MRT, Nervenleitgeschwindigkeitsmessung und spezielle Blutuntersuchungen eine Rolle.

Komplexe Therapie

Die Therapie von Nervenschmerzen ist leider komplex. Der Patient muss sich mit dem Arzt auf eine partnerschaftliche Allianz gegen den Schmerz einstellen. Das Führen eines Schmerztagebuches zur genauen Dokumentation der Therapie ist meist nötig. Medikation und alle Begleitmaßnahmen werden nach dem Tagebuch des Patienten gesteuert. Nur so gelingt es eine gute Wirkung und eine nur minimale Rate an Nebenwirkungen zu erreichen. Typische Schritte in der Therapie sind: Infusionen mit Vitaminen und Ameisensäure, gezielte Nervenblockaden, Neuraltherapie, Akupunktur und vor allem das vorsichtige Einstellen des Patienten auf eine medikamentöse Schmerztherapie.
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