23.10.2016, 13:56 Uhr

Blasmusik Tullnerbach: Gemischter Satz edler Blasmusik

WOLFSGRABEN (bw). Die Blasmusik Tullnerbach spielte im Pfarrsaal Wolfsgraben sinfonische Werke auf hohem Niveau. - Blasmusik in Tullnerbach war noch nie die klassische „Humtata“-Musik. „Frisch und lieblich soll sie klingen, in vielen verschiedenen Klangfarben, wie die unterschiedlichen Geschmacksnoten bei einem gemischten Satz Wein“, meinte Kapellmeister Wolfgang Jakesch, der als Moderator durch den Nachmittag führte. Diesem Motto entsprechend zeigten sich alle Musiker, von der jungen Klarinettenschülerin Ariella Kouyoumdjian bis zu Vera Karner, der Gewinnerin des Fidelio-Wettbewerbs, von ihrer besten Seite. Mit dem Stück „Tullnerbacher Blasmusik“ von Franz Schmidt wurde eine zünftige musikalische Landpartie unternommen. Jakesch: „Der spätromantische Komponist Franz Schmidt war Solocellist der Wiener Philharmoniker und verbrachte die Sommerfrische oft bei dem Oboisten Alexander Wunderer in Tullnerbach. Eigentlich hat er vor hundert Jahren die Tullnerbacher Blasmusik gegründet.“ Die vier vokalen Goldkehlchen Astrid Hartlieb, Tamara Thin, Irene Spitzl und Stephanie Weichinger interpretierten eine wenig bekannte Version des Studentenliedes „Gaudeamus igitur“, danach ging es mit „Dampfnudeln und Rahmstrudel“ von Felix Mendelssohn-Bartholdy in die Pause.
„Die Tullnerbacher haben ein sehr hohes musikalisches Niveau erreicht und sind die Besten in unserem Bezirk“, lobte Ehrenkapellmeister Johann Bösendorfer von der Stadtkapelle Purkersdorf. Auch Kapellmeister Joachim Luitz vom 1. Gablitzer Musikverein war angetan: „Ich bin immer begeistert wenn junge Menschen auf der Bühne stehen und vergebe 95 von 100 Punkten." Genauso viele „Falstaff“-Punkte hatte auch der gemischte Satz, den Franz Schubert beim Buffet ausschenkte: „Wir haben lange degustiert, bis wir uns für diesen Wein vom Weingut Edlmoser entschieden haben.“
Auf den Ehrenplätzen in der ersten Reihe erwiesen sich Bürgermeister Johann Novomestsky mit Gattin Johanna sowie Franz Raith, der ehemalige Direktor des Norbertinums, als Freunde der Blasmusik. Der designierte Dechant Marcus König musste sich schon zur Halbzeit verabschieden und zur Vorabendmesse nach Purkersdorf eilen.
1 2
1
1
Einem Mitglied gefällt das:
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.