13.10.2017, 11:14 Uhr

Die Eintrittstüren der Einbrecher

Brunner zeigt,Terrassentüren sind mögliche Schwachstellen.

Der Kriminalpräventivbeamte Roman Brunner zeigt, wie wir uns am besten gegen Einbrecher schützen können.

PURKERSDORF/KLOSTERNEUBURG (tp). Die meisten Einbrüche werden in den Herbst- und Wintermonaten verübt. Kaum werden die Tage kürzer und leichter Nebel fällt zwischen den Häusern ein, häufen sich Meldungen über verdächtige Wahrnehmungen und Einbrüche. Der Purkersdorfer Kriminalpräventivbeamte Roman Brunner erzählt den Bezirksblättern, wie man sich am besten gegen Einbrecher schützen kann.

Licht ist der beste Schutz

"Der beste Schutz ist Licht", sagt er. Einbrecher würden sich gezielt dunkle Häuser aussuchen und dort zuschlagen, wo es schnell und einfach ist. Brunner rät daher zu einer Außenbeleuchtung mit Bewegungsmelder. Außerdem solle man das Licht beim Verlassen des Hauses auch einmal aufgedreht lassen oder sich eine Zeitschaltuhr anschaffen. Brunner hat selbst einen Fernsehdummy zu Hause. Er suggeriert, dass jemand fernsieht und schreckt so Einbrecher ab. Zudem sei eine Alarmanlage eine Alternative.

Fenster als Schwachstelle

Einbrecher steigen oft über die Fenster ein. "Das ist meistens einfacher, als eine Türe aufzubrechen", erklärt der Polizist. Das trifft vor allem Erdgeschosswohnungen. Hinauf kommen Einbrecher oft mit herumstehenden Leitern oder Kisten. "Besser alles wegräumen und die Fenster schließen. Ein gekipptes Fenster ist wie ein offenes Fenster." Weitere Schwachstellen sind Terrassentüren, Nebentüren und Kellerschächte.

Nachbarn helfen

Falls man Zuhause von einem Einbrecher überrascht wird, sollte man die Polizei rufen und das Licht aufdrehen. "Einbrecher sind Fluchttiere", sagt Brunner. Vor einer Konfrontation oder eigenen Waffen, rät er ab. Sie würden das Gewaltpotential deutlich erhöhen. Ein besonders guter Schutz sind hingegen hilfsbereite Nachbarn. Sie können bei längerer Abwesenheit die Post aus dem Briefkasten leeren und im Winter den Schnee räumen. Das eigene Heim erscheint so bewohnt.

Keine Scheu vor 133

Außerdem ermutigt Roman Brunner verdächtige Ereignisse zu melden: "Rufen Sie uns ruhig an. Wir erleben oft, dass Personen etwas sehen, sich aber nicht trauen anzurufen und dann ist es zu spät."
Zudem kommen Kriminalpräventivbeamte wie Brunner nach Hause und beraten kostenlos, wie man das eigene Heim am besten gegen Eindringlinge schützt. Dafür kann man einfach auf der Diensstelle anrufen und einen Termin vereinbaren.




ZUR SACHE: De Tipps der Polizei

Die Polizei rät nun in den Abendstunden zur Beleuchtung. Im Haus kann man etwa eine Zeitschaltuhr verwenden und draußen einen Bewegungsmelder installieren. Terrassentüren sollte man mit Rollbalken oder Außenjalousien sichern und Leitern und Kisten wegräumen.
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