29.08.2014, 11:57 Uhr

"Kiss and Go" statt morgendlichem Chaos

Bgm. Michael Cech (ÖVP) und Verkehrsreferent Marcus Richter (SPÖ) stellen vor Schulbeginn die „Kiss and Go“ Zone (zwischen den beiden Bäumen) vor der Schule für mehr Sicherheit der Kinder vor. (Foto: Gem. Gablitz)

"Kiss and Go"-Zone soll morgendliches Verkehrschaos rund um die Gablitzer Volksschule klären.

GABLITZ (red). Seit einigen Monaten überlegten Bürgermeister Michael Cech und Verkehrsreferent Marcus Richter intensiv, wie die Verkehrssituation in der Ferdinand Ebnergasse, vor der Gablitzer Volksschule verbessert werden kann. Vor allem vor Schulbeginn ab 7.30 Uhr kommt es immer wieder zu Situationen, die nicht ungefährlich sind. Das Halten am Gehsteig führte vermehrt zu Anzeigen, somit eine zunehmend unbefriedigende Situation. Durch ungeordnetes Halten und Aussteigen der Kinder rund um die Schule entstand ein ständiges Wirr-Warr.

Bgm. Cech: „Wir haben dazu Gespräche mit einem Verkehrsexperten des Landes, der Polizei, dem Elternverein sowie den Schülerlotsen geführt.
Einer der Vorschläge war, die Ferdinand Ebnergasse generell für den Verkehr zu sperren. Wir sehen aber in dieser Maßnahme nur eine Verlagerung der Problemsituation an die B1, die mit zusätzlichen Gefahren verbunden wäre. Nach zahlreichen Abwägungen möchten wir einen neuen Versuch starten, der für uns ein MITEINANDER statt einem GEGENEINANDER bedeutet.“

Kernpunkt dieses Versuches ist die Einrichtung von „Kiss and Go“ Halteplätzen vor der Schule. Da diese auf der Straßenseite der Schule errichtet werden ist ein gefahrloses Aussteigen der Kinder möglich. Kurzes Anhalten zum Aussteigen wird damit ermöglicht und Anzeigen durch die Benützung des Gehsteiges vermieden.

Marcus Richter erklärt :“Für den Zeitraum vor Schulbeginn ist auf diesen Plätzen das Parken verboten. Die wegfallenden Parkplätze werden wir auf der gegenüberliegenden Straßenseite unterhalb des Spielplatzes anstatt des Gehsteiges errichten. Dieser Abschnitt des Gehsteiges unterhalb des Spielplatzes endet ohnedies bei den Altstoffcontainern, wurde wenig bis gar nicht benutzt und ist auf seiner Gesamtlänge durch die oberhalb befindlichen Einfahrten zum Gemeindeamt und der Wohnhausanlage betrachtet nicht gefahrenfrei.“

Cech und Richter haben in der Woche vor Schulbeginn ein Schreiben an alle Eltern Gablitzer Schulkinder gesendet. In diesem Brief wurde die neue „Kiss and Go Zone“ erklärt. Auch Direktorin Sampl, die diese Bemühungen voll unterstützt und die Lehrerinnen wurden über den Versuch informiert und gebeten, bei der Aufklärung von Eltern und Kindern mitzuhelfen.

Zusätzlich machten die beiden Gemeindevertreter auch auf die zahlreich errichteten, öffentlichen Parkplätze zwischen Gemeindeamt und Glashalle, vor den Alpenlandbauten Linzerstraße 93, aufmerksam.

Diese bieten seit Ende Juli auch die Möglichkeit um zuzufahren und Kinder aussteigen zu lassen. Der Weg zur Schule beträgt von hier nur ca. 150 Meter und führt über den sicheren Gehsteig zur Schule. Auch eine Anfahrt über die Hauptstraße (Ortszentrum) führt zur Entlastung der Ferdinand Ebnergasse. Hier sichern auch die Schülerlotsen den Schulweg.
Vor allem aber wollen Cech und Richter auf die Möglichkeit hinweisen, die Kinder auch zu Fuß in die Schule gehen zu lassen.

Marcus Richter und Michael Cech einhellig :“Wir sind überzeugt davon, dass wir mit dieser Lösung einen guten Versuch einer Verbesserung der Verkehrssituation rund um die Gablitzer Volksschule starten. Natürlich bedarf es der Mithilfe der Eltern und deshalb bitten wir alle von den legalen Halte- und Parkmöglichkeiten Gebrauch zu machen. Es war unser Ziel eine Lösung des „Miteinander“ zu finden. „Kiss and Go“ Zonen wurden in zahlreichen anderen Gemeinden in Österreich wie auch anderen Ländern bereits sehr erfolgreich installiert und deshalb glauben wir, dass es auch für unsere Gemeinde eine gute Lösung ist.“

Am 28. August hat Bürgermeister Michael Cech die diesbezügliche Verordnung unterschrieben, die vor der Schule von 7.00 – 8.00 Uhr ein Parkverbot auf den „Kiss and Go“ Plätzen vorsieht. Am 29. August werden die Verkehrsschilder montiert und damit ist das Modell ab dem ersten Schultag des neuen Semesters sichergestellt.
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