26.09.2016, 15:53 Uhr

Purkersdorfer Samariter lernten richtigen Umgang mit hochinfektiösen Patienten

Barbara Pilter (7.vl) und Rainer Schmid (9.vL) im Kreise von interessierten SanitäterInnen des Samariterbund Purkersdorf (Foto: ASB Purkersdorf)

Hochkarätige Fortbildungen für SanitäterInnen des Samariterbunds Purkersdorf: "Richtiger Umgang mit chemisch kontaminierten und hochinfektiösen PatientInnen".

PURKERSDORF (red). Um die SanitäterInnen auf vielfältige Situationen bestmöglich vorzubereiten, hat der Samariterbund Purkersdorf für seine MitarbeiterInnen in den letzten Monaten diverse Fortbildungen veranstaltet.

Üben für den Ernstfall

Am Mittwoch, den 21.9.2016, durfte der ASB Purkersdorf den Leiter der Hilfseinheit CBRNE (Chemisch, Biologisch, Radiologisch, Nuklear, Explosiv) des Samariterbund Landesverbandes Wien, Helmut Niessner, als Referenten der Fortbildung "Richtiger Umgang mit chemisch kontaminierten und hochinfektiösen PatientInnen" in Purkersdorf herzlich begrüßen.
Neben Basisinformationen über Gefahrengut und den möglichen Kontaktwegen mit chemischen Stoffen in Einsatzsituationen wurden diverse Schutzmaßnahmen für den Umgang mit infektiösen PatientInnen gezeigt. Mit der bevorstehenden Heizperiode steigt gleichsam die Wahrscheinlichkeit zu einer CO-Vergiftung gerufen zu werden. Ebenso kann es vorkommen, dass SanitäterInnen zu einem Notfall gerufen werden, bei dem eine oder mehrere Personen Opfer von Buttersäure- oder Pfefferspray-Attacken wurden. In ganz Österreich gibt es unterschiedliche Spezialkräfte, die bei infektiösen PatientInnen und/oder Großschadensereignissen angefordert werden können. So z.B. als Unterstützung zur PatientInnenversorgung, dem Transport oder auch zur Dekontamination. Zu diesen Spezialkräften zählt auch die Hilfseinheit CBRNE, die dem Katastrophenschutz des Samariterbund Wien zugeordnet ist.

Weiterbildung: Suchtprävention und Drogen im Einsatz

Auf Grund der unmittelbaren Nähe zu Wien und der Suchthilfeeinrichtung in Pressbaum wurden die SanitäterInnen bereits in den Sommermonaten zum Thema "Suchtprävention und Suchthilfenetzwerk NÖ" von Barbara Pilter, sowie "Drogen im Einsatz" von Rainer Schmid der toxikologischen Abteilung des Wilhelminenspitals geschult. Ein besonderer Dank geht hierfür an die Fachstelle NÖ, die diese suchtspezifischen Fortbildungen ermöglicht hat.

"Immer am Zahn der Zeit!"

Dabei waren diese Schulungen nur ein kleiner Baustein im diesjährigen Ausbildungskalender der Rettungsstelle in Purkersdorf. „Die Fort- und Weiterbildungen für unsere MitarbeiterInnen sind uns besonders wichtig“, unterstrich ASB-Dienststellenleiter Christian Hiel. „Der Rettungsdienst entwickelt sich stetig fort und wir wollen am Puls der Zeit bleiben. 2016 haben wir durch unsere hauseigene Schulungsabteilung 13 Fortbildungseinheiten mit jeweils bis zu acht Unterrichtseinheiten anbieten können, die wir u.a. durch hochkarätige, externe Vortragende ergänzt haben. Bis zum Jahresende steht aber dennoch noch einiges auf unserem Programm!“, so Hiel weiter
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