02.11.2017, 07:38 Uhr

Rotes Kreuz Purkersdorf-Gablitz: Blaulicht! Was tun?

Foto: RKNÖ | Purkersdorf-Gablitz
Immer wieder stellen wir fest, dass VerkehrsteilnehmerInnen sehr unterschiedlich auf Sondersignale wie Blaulicht und Folgetonhorn reagieren. Wie verhält man sich richtig?

Vorweg: Der überwiegende Teil unserer Ausfahrten ist nicht zeitkritisch, eine Verwendung von Blaulicht und Folgetonhorn sind daher nicht erforderlich. Sind unsere Fahrzeuge ohne Sondersignale unterwegs, transportieren sie meist PatientInnen im Rahmen eines Sanitätseinsatzes (geplante Transporte) oder sind am Rückweg zum Stützpunkt.

Bei Rettungs- und Notarzteinsätzen ist es anders: In diesem Fall muss davon ausgegangen werden, dass bei PatientInnen eine mögliche oder akute vitale Bedrohung (Lebensgefahr) gegeben ist. Die EinsatzfahrerInnen werden hierbei sowohl das Blaulicht als auch das Folgetonhorn verwenden. Das Einsatz-Team möchte in diesem Fall rasch, aber sicher zu den PatientInnen kommen. Die VerkehrsteilnehmerInnen reagieren sehr unterschiedlich darauf, weshalb unsere FahrerInnen im Rahmen ihrer Ausbildung darauf geschult werden, sehr passiv und aufmerksam zu fahren.

Potentiell gefährlich wird es, wenn VerkehrsteilnehmerInnen mit einer Vollbremsung auf ein Blaulicht im Rückspiegel reagieren. In dieser Situation sollte in konstanter Geschwindigkeit weitergefahren werden, bis ein sicheres Überholen beispielsweise bei Busbuchten oder großen Parklücken möglich ist. Im Zuge des Überholvorganges durch das Einsatzfahrzeug sollte die Geschwindigkeit verringert werden um die Strecke für den Überholvorgang zu reduzieren.

Achtung, oft kommen mehrere Einsatzfahrzeuge im Konvoi!

Auch der Fuß- und Radverkehr kann die Einsatzfahrten erleichtern. FußgängerInnen sollten eher von der Gehsteigkante zurückgehen, damit den EinsatzfahrerInnen zeigt, dass der Vorrang gegeben wird. Im Radverkehr sollte darauf geachtet werden möglichst rechts zu fahren und größeren Gruppen wird das Fahren hintereinander empfohlen, da das Nebeneinanderfahren den Überholvorgang erschwert.

Auf Autobahnen auf die rechte Spur wechseln und die Einsatzfahrzeuge ungehindert überholen lassen. Im Falle eines Staus, einerseits die Rettungsgasse bilden sowie unbedingt die Auf- und Abfahrten frei halten!
Fazit: Wenn Sie ein Einsatzfahrzeug hinter sich bemerken, fahren Sie zunächst ganz normal weiter, bis ein sicheres Überholen möglich ist. Reduzieren Sie die Geschwindigkeit, wenn Sie bereits überholt werden. Halten Sie Ausschau nach Stellen, an denen Sie nach rechts ausweichen und dem Einsatzfahrzeug somit Platz machen können. Vielen Dank!
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