07.10.2014, 10:15 Uhr

Stadtverschönerungsverein erneuert Deutschwald-Gedenkstätte

(Foto: privat)

Deutschordenssteine im Deutschwald: Stadtverschönerungsverein erneuerte die Gedenkstätte.

PURKERSDORF (red). Neben dem Naturlehrpfad, kurz vor dem Gasthof Klugmayer in Deutschwald stehen drei Grenzsteine, die zur Erinnerung an den Deutschen Orden dort aufgestellt wurden. Die Gedenkstätte wurde im Jahre 1966 eingeweiht. Mittlerweile war die Steintafel mit dem Informationstext durch Wasser und Frost völlig zerstört worden. Der Stadtverschönerungverein stellte nun eine neue witterungsbeständige Tafel auf, die auch den Ursprung des Namens Deutschwald erklärt.

Zur Fertigstellung war neben Bürgermeister Karl Schlögl auch der ehemalige Vizebürgermeister Kurt Schlintner gekommen. Er hatte 1966 als Kulturstadtrat gemeinsam mit dem damaligen Leiter des Heimatmuseums Franz Matzka die Errichtung dieser Gedenkstätte betrieben.

Der Obmann des Stadtverschönerungsvereines Erich Liehr gab einen kurzen Rückblick auf die Geschichte der Steine: „Der Deutsche Ritterorden erwarb hier im Jahre 1284 Waldbesitz. Das auf den Steinen eingemeißelte Kreuz mit verbreiterten Balkenenden wird auch Templerkreuz genannt und bezieht sich ursprünglich auf den Templerorden. Es ist aber dann in den verschiedensten abgewandelten Formen für viele Orden verwendet worden.“

Bürgermeister Karl Schlögl zeigte sich erfreut über die Restaurierung der Gedenkstätte. Er dankte dem Stadtverschönerungsverein für die Betreuung vieler Kleindenkmäler in Purkersdorf und betonte:„Ihre Erhaltung ist wichtig, weil sie ein wertvolles Zeitzeugnis für die Geschichte unserer Wienerwaldstadt sind“.

Tafeltext (siehe auch Foto):
Diese Steine mit dem Deutschordens-Kreuz
und „TRO“ (=Teusch Ritter Orden)
begrenzten einst den Ordenswald (1284-1766),
an den noch der Name Deutschwald erinnert.
Der Grenzstein mit der Jahreszahl 1745 stand auf
der Rudolfshöhe. Der Stein mit den Buchstaben
„CHVHL“ (Christoph Herr von Hünecke Landcomenthar)
und der Jahreszahl 1873 stand auf dem Sattel zwischen
Baunzen und Glasgraben. Auch der dritte, roh behauene
Stein mit der Jahreszahl 1566 stammt aus derselben Gegend.
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