26.09.2016, 00:00 Uhr

Waldsound-Workshop: So klingt unser Wienerwald

Den Wienerwald hörbar machen: Die Bundesforste und das Feldküchen-Kollektiv luden zum Waldsounds-Workshop ins Revier Weidlingbach in Mauerbach. (Foto: Feldküche/Ian Ehm)

Bundesforste luden im Revier Weidlingbach zum Workshop über "Waldsounds".

MAUERBACH (red). Der Wienerwald bei Mauerbach bot einen mehr als idyllischen Schauplatz für den Waldsounds-Workshop im Rahmen der Waldwerkstätte 2016, einer Outdoor-Veranstaltungsreihe der Bundesforste und dem Feldküchen-Kollektiv mit Do-it-Yourself-Workshops in Wald Flur. Eine Gruppe von Naturinteressierten und Klangexperten begab sich mit Tonkünstler, Komponisten und Soundexperten Richard Eigner und Bundesforste-Naturführerin Maren Röttger auf Klangsuche in den Wald, um bekannte, aber auch ungewöhnliche Klänge des Waldes zu erforschen und einzufangen. Vor allem für das menschliche Ohr normalerweise nicht hörbare Klänge sollten bei dem ‚Field Recording‘ hörbar gemacht werden.

Bachflohkrebse und Libellenlarven hören

Ausgestattet mit Recorder, Mikrophonen, Kopfhörern und unterschiedlichsten Spezialgeräten wie sogenannten Hydrophonen (Unterwassermikrophonen) wurde zunächst ein Waldbach als Klang-Schauplatz vertont, als Spezial-Equipment kam dabei auch ein aufblasbares Unterwassermikrophon zum Einsatz. Neben den Unterwasseraufnahmen wurden mittels Mikrophon und Verstärker auch Bachflohkrebse und Großlibellenlarven hörbar gemacht. Naturführerin Maren begleitete die Teilnehmer auf ihrer Klangreise durch den Wald und erzählte viel Wissenswertes über Fauna und Flora vor Ort.

Waldsounds
MIt Unterwassermikrophonen wurde ein Bach im Wienerwald zum Klang-Schauplatz. (Foto: Feldküche/Ian Ehm)

Das Rauschen der Bäume

Danach ging es in einen rund 60 Jahre alte Laubwald als zweiten Klang-Schauplatz, wo die Teilnehmer auf dem Waldboden ein Outdoor-Tonstudio aufbauten und unter den Buchenkathedralen das Waldrauschen von Rotbuchen, Grauerlen, Eschen und Ulmen aufnahmen – dabei galt es, Geduld und ein feines Gehör mitzubringen – immer wieder mischten sich Flugzeuge, vorbeifahrende Mountainbiker oder menschliche Stimmen (Wanderer, Spazierengeher) in den Sound-Teppich.

Abschluss mit Waldbier und Rehragout

Abgerundet wurde der Waldsound-Workshop schließlich mit einem lukullischen Menü unter freiem Himmel, bei dem Waldbier und Rehragout nicht fehlen durften, kulinarisch meisterlich zubereitet vom Feldküchen-Kollektiv, bevor alle Workshop-Teilnehmer mit vielen neuen, akustischen Eindrücken das „Wald-Studio“ wieder verließen.

Waldsounds
Waldbier und Rehragout beendeten den spannenden Waldsounds-Workshop im Revier Weidlingbach. (Foto: Feldküche/Ian Ehm)

Wald-Workshops quer durch Österreich

Der Waldsounds-Workshop im Wienerwald bildete den Schlusspunkt der heurigen Waldwerkstätte 2016, bei der die Bundesforste gemeinsam mit der Feldküche zu sieben unterschiedlichen Workshops auf Wald-Schauplätzen in ganz Österreich luden. Der Waldsounds-Workshop fand im Bundesforste-Revier Weidlingbach im Wienerwald statt.

Zur Waldwerkstätte:

Floss bauen, Wermut brauen, wild detoxen oder Erdofen bauen: In Wildnis-Workshops wird altes Wald-Wissen in neuer Form vermittelt. Förster, Biologen und Waldexperten der Bundesforste ziehen gemeinsam mit Köchen, Designern, Musikern und Barkeepern los, um die unerschöpflichen Schätze des Waldes zu erforschen und Kreatives daraus zu gestalten. Ziel dieser Initiative ist es, den Menschen die Natur wieder näher zu bringen und verloren gegangenes Wissen neu zu entdecken – und nicht zuletzt die Natursehnsucht unserer Gesellschaft zu stillen.

LINKS:

Feldküche-Waldwerkstätte 2016
www.waldwerkstätte.at
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