12.06.2017, 13:35 Uhr

Wir sind Breitband-Vorreiter

Bürgermeister Josef Schmidl-Haberleitner, Wolfgang Rauter, A1 und Vizebürgermeister Alfred Gruber Ende 2016. (Foto: Waculik)

Das Modell aus Niederösterreich ist Pionier in Österreich und Mitteleuropa.

REGION PURKERSDORF/KLOSTERNEUBURG. Die Breitband-Infrastruktur ist die Schlüssel-Infrastruktur des 21. Jahrhunderts. Denn diese ist Basis für Wachstum und Innovationskraft sowie wesentliche Grundlage für Wirtschaft und Betriebe.
Der Großteil der Region Purkersdorf wurde im Laufe der letzten zwei bis drei Jahre durch A1 mit Glasfaser versorgt. "Wir haben in Pressbaum zahlreiche Klein- und Mittelbetriebe, die von der leistungsfähigen Kommunikationsanbindung profitieren werden", freute sich etwa Pressbaums Bürgermeister Josef Schmidl-Haberleitner Ende 2016.
Während im städtischen Bereich Klosterneuburgs schon lange schnelles Internet verfügbar war, gründeten Bewohner von Weidlingbach und Scheiblingstein eine eigene Initiative, um dem Ausbau auf die Sprünge zu helfen. Nachdem Weidlingbach im Jahr 2015 an das Glasfasernetz angeschlossen wurde, ist seit Mitte Februar 2016 auch Scheiblingstein versorgt.


Keine Konkurrenz zu Privaten

Ende 2014 wurde die Breitbandinitiative des Landes Niederösterreich gestartet. Deren Ziel ist, Niederösterreich mit hochleistungsfähiger und nachhaltiger Glasfaserinfrastruktur bis zum Haushalt zu versorgen. Die bisherige Internetversorgung basiert im Wesentlichen auf veralteter Kupfertechnologie, deren Bandbreiten den zukünftigen Anforderungen nicht gewachsen sind. Um das ambitionierte Ziel einer zukunftssicheren Infrastruktur zu erreichen, hat die Breitbandkoordination des Landes ein eigenes "NÖ-Modell" entwickelt.
Mit der Umsetzung des Modells wurde die NÖ Glasfaserinfrastrukturgesellschaft (nöGIG) betraut. Die nöGIG wird überall dort aktiv, wo der Markt nicht funktioniert und ein flächendeckender Ausbau einer Gemeinde für private Netzbetreiber nicht rentabel ist. Der Glasfaserausbau durch das Land ist damit keine Konkurrenz zu privaten Anbietern, aber motiviert dadurch, legen nun auch Private einen Zahn zu. Darüber hinaus wird die nöGIG nur dort aktiv, wo Nachfrage herrscht. Das heißt, wenn mehr als 40 Prozent der Bevölkerung zustimmen.

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