03.04.2017, 23:54 Uhr

Zauberhafte Operettenstimmen und groovige Balkanbeats

Irene Spitzl und Wolfgang Gratschmaier in "Komm mit nach Varasdin!"

Wenn die MusikerInnen des Tullnerbacher Blasorchesters und ihre Gäste zur Balkan!Operette einladen, ist die Sporthalle des Norbertinums bis auf den letzten Platz gefüllt.

Die auf den ersten Blick gewagte Kombination aus Wiener Operette und authentischem Balkanblues und -rhythmus entpuppte sich nicht zuletzt durch die verbindenden Worte von Kapellmeister Wolfgang Jakesch wieder als sehr stimmiges Ganzes.

Tullnerbacher Gesangssolisten
Viel zur zauberhaften Operettenatmosphäre trugen auch die mitreißenden Gesangssolisten Wolfgang Gratschmaier von der Wiener Volksoper und Irene Spitzl vom Arnold-Schönbergchor bei, solistisch beim Vilja- bzw. Wolgalied gefühlvoll begleitet und sehr stimmsicher und melancholisch, bildeten die beiden bei "Komm mit nach Varasdin" temperamentvoll gemeinsam "die größte Schweinerei Europas" und animierten zugleich das Publikum zum Mittanzen!

In der Pause konnten am Openairbuffet die vielen Ehrengäste, ua. Bgm. Johann Novomestsky, Vizebgm. Irene Wallner-Hofhansel, die Schuldirektoren Christa Walzl und Franziska Zöberl oder NMS- Leiter Pölzl auch die eine oder andere Balkanspezialität verkosten.

Im 2. Teil wurde der Bläsersound dann zunehmend authentischer und für manche Zuhörer wohl auch etwas "exotischer", was der Begeisterung des Publikums aber durchaus keinen Abbruch tat:
Bulgarischer Paidushko, rumänische Flötenklänge, Romamusik im Zigeunermoll, die bosnische Volkstanzgruppe Semberija i Majevica und "Soferska" oder "Kalashnjikov" von Goran Bregovic, dem "letzten Jugoslawen", der die Musik zu Emir Kusturica´s Kultfilm "Time of the Gipsies" komponierte, standen da am Programm. Alles Musik, die tief in den Herzen der vielen Volksgruppen des Balkan verwurzelt ist.

Konzertbotschaft
"Musiker sind Verschmelzungskünstler und während die politischen Grenzen am Balkan bis heute arg umstritten sind, haben sie die Musiker in ihren Kompositionen längst aufgehoben und zu einer temperamentvollen, faszinierenden Neuschöpfung verschmolzen!" so Kapellmeister Wolfgang Jakesch über die Botschaft des Konzertes.
Und so konnte das diesjährige Fühlingskonzert des Tullnerbacher Blasorchesters nahtlos an den großen Erfolg des letztjährigen Filmmusikevents anschließen!
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