26.07.2017, 00:00 Uhr

Halbzeitbilanz in der Region Purkersdorf: Die Top-Projekte der Gemeinden

Bgm. Karl Schlögl zeigt eines der wesentlichsten Projekte Purkersdorfs: Die Neugestaltung des Hauptplatzes.

Seit den letzten Gemeinderatswahlen sind zweieinhalb Jahre vergangen. Grund genug, eine Halbzeitbilanz zu ziehen.

REGION PURKERSDORF. Am 25. Jänner 2015 wählten fast alle Gemeinden Niederösterreichs ihren Gemeinderat. Im Wahlkampf gab es viele Versprechen. Die Bezirksblätter machen zur Halbzeit der Wahlperiode einen Check: Was wurde in den Gemeinden in der Region Purkersdorf umgesetzt, welche Projekte stehen noch an.

Purkersdorf: Sanierungen stehen noch an

"Das wichtigste Projekt das wir umgesetzt haben, war der Erhalt des Notarztsystems für Purkersdorf", meint Bürgermeister Karl Schlögl. Darüber hinaus wurde nicht nur das Bezirksgericht dank Barrierefrei-Umbau erhalten, sondern auch ein Bürger-Solarkraftwerk am Bahndamm errichtet und eine neue Unterkunft für das re:spect-Jugendzentrum geschaffen. Der Umbau des Stadtzentrums ist in vollem Gange. Mitsamt der neuen Toilettenanlage sollen sich die Gesamtkosten auf etwa 1,2 Millionen Euro belaufen. Das Stadtzentrum soll künftig außerdem um eine Einrichtung für Betreutes Wohnen, am Standort des ehemaligen AHS-Provisoriums neben der Fahrschule, ergänzt werden. Knapp 50.000 Euro sollen für einen neuen Kinderspielplatz auf der Kellerwiese investiert werden. Die Neue Mittelschule und der Stadtsaal sollen saniert, die Hochbauten des Wienerwaldbads noch innerhalb der Amtsperiode erneuert werden. In der Tullnerbachstraße 50 soll voraussichtlich noch im Herbst, gemeinsam mit einem Wohnbauträger, mit einem Projekt für leistbares Wohnen begonnen werden. 53 Quadrameter-Wohnungen sollen hier künftig um etwa 2.900 Euro Finanzierungsbeitrag und 480 Euro Miete zu haben sein. 3-Zimmer-Wohnungen mit 73 Quadratmeter soleln gegen etwa 4.000 Euro Finanzierungsbeitrag um 660 Euro zu mieten sein, erklärt Bgm. Karl Schlögl gegenüber den Bezirksblättern.

Pressbaum: Investitionen in Infrastruktur

In Pressbaum sollen nicht nur die untere Forsthausstraße in Rekawinkel saniert werden. Auch der Gehsteig entlang der Rekawinkler Hauptstraße soll erneuert werden. "Im Zuge dessen gab's auch Überlegungen wegen eines Radwegs", erklärt Bgm. Josef Schmidl-Haberleitner. Ein zusätzlicher Radstreifen würde jedoch Niveauveränderungen erfordern, die von der Bevölkerung in zwei Bürgerversammlungen tendenziell abgelehnt wurden. Auf Wunsch der Bevölkerung, um die Niveauveränderungen zu vermeiden, wird nun daher überprüft, ob der Radweg womöglich über eine andere Strecke geführt werden kann. Im Zuge der Sanierung soll auch die Beleuchtung – wie im gesamten Gemeindegebiet – auf LED umgestellt werden (1.650 Lichtpunkte insgesamt). Mit dem nun in die Wege geleiteten neuen Müllsammelzentrum in Frauenwart habe man einen "Riesenbrocken" auf den Weg gebracht, wie Bgm. Schmidl-Haberleitner meint. Zudem wurde die Wasserversorgung in der Siedlung verbessert. Im Zuge der geplanten Dorf- und Stadterneuerung will man sich ab nächstem Jahr unter anderem mit der Zentrums-Gestaltung auseinander setzen, auch Verhandlungen für ein neues Feuerwehrhaus für die FF Pressbaum laufen. Das neu errichtete Freibad soll 2018 eröffnet werden.

Gablitz: Ausbau als "Familienparadies"

In Gablitz wurde nicht nur ein Entwicklungskonzept erarbeitet, sondern auch ein neuer Kunstrasenplatz für den SV Gablitz errichtet und Jugend-Streetworking in Kooperation mit re:spect gestartet. Der Schulvorplatz und der Schulgarten wurden saniert und um einen Ballspielplatz ergänzt. 2018 soll die Umstellung der Straßenbeleuchtung auf LED-Lampen fertig gestellt sein. Im Zentrum wurde nicht nur ein neuer Parkplatz beim Ärztezentrum geschafft, sondern auch Hinweisschilder für Betriebe und Dienstleister erneuert.
Künftig soll ein Bankomat mit der Ersten Bank errichtet werden, da die Raiffeisenbank die Filliale in Gablitz schließt. Die Hauptstraße soll generalsaniert und die dortigen Wasserleitungen neu verlegt werden. Diese Chance wolle man nutzen um, unter Einbeziehung der Bevölkerung, das Zentrum zu stärken und das Ortsbild zu verbessern, erklärt Bgm. Cech. Das Gablitzer Bad soll Energie-optimiert werden. Im Gewerbehof soll außerdem ein flexibler "Shared Space" für Gablitzer Kleinunternehmer errichtet werden. Am Wanderweg entlang des Gablitzbachs soll ein Outdoor-Fitnesspark mit Sportgeräten entstehen.

Tullnerbach: Neubau kurz vor Planungs-Ausschreibung

Eine Spiel- bzw. Sportplatzsanierung wurde auch im Irenental in Tullnerbach umgesetzt, erklärt Bgm. Johann Novomestsky. Zudem wurden mehrere Straßenzüge saniert und ein LKW, eine Kehrmaschine sowie ein VW Caddy, der bei einem Einbruch vor Kurzem leider gestohlen wurde, für den Bauhof angeschafft. Beim geplanten Neubau neben dem Gemeindeamt sei man zur Zeit kurz vor der Planungs-Ausschreibung, erklärt der Bürgermeister. Dort sollen künftig zwei Kindergartengruppen, der Postpartner und Kleinwohnungen für Jung und Alt entstehen. Außerdem sollen sukzessive weitere Straßenzüge saniert werden.

Wolfsgraben: Alles rund um's Gemeindeamt

In Wolfsgraben ist man mit der Umstellung auf LED-Beleuchtung fast fertig, erklärt Bgm. Claudia Bock. Außerdem ist das Gemeindeamt umgesiedelt, was vor allem organisatorisch und logistisch eine Herausforderung gewesen sei, so Bock. Am Standort des alten Gemeindeamts sollen Wohnungen und ein neues Gemeindeamt entstehen. Gespräche mit Bauträgern haben stattgefunden, möglichst im Herbst soll eine Entscheidung fallen. Neben anstehenden Straßensanierungen soll die Kreuzung L128/B13 durch Fahrbahnteiler auf beiden Seiten entschärft werden. Um 100.000 Euro muss außerdem das Pumpwerk des Abwasserkanals in Frauenwart erneuert werden.

Mauerbach: Kutscherstall bald im Finale

In Mauerbach laufen die Arbeiten an der Revitalisierung des Kutscherstalls auf Hochtouren, erklärt Bgm. Peter Buchner. "Wir hoffen dass wir heuer zumindest noch die Übergabe haben bzw. die Fertigstellung." In Kürze soll außerdem mit einer sukzessiven Sanierung der Hauptstraße samt Nebenflächen begonnen werden. Im nächsten Jahr will man sich vor allem dem Umzug und dem Einleben im revitalisierten Kutscherstall widmen, so Buchner: "Wir müssen uns dann vom Kutscherstall erstmal ein bisschen 'erholen', und dann geht's wieder mit voller Kraft voraus."

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gerda zinniel aus Purkersdorf | 02.09.2017 | 08:45   Melden
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