13.10.2014, 13:05 Uhr

"Think Pink": Trubel um neuen NEOS-Trupp in Gablitz

Das neue NEOS Gablitz-Team: Günter Querfeld, Karin Sobotka und Andreas Jelinek.

Drei ehemalige ÖVP-Anhänger treten im Jänner 2015 bei den NEOS an.

GABLITZ. Wenige Monate vor den Gemeinderatswahlen im Jänner 2015 positionieren sich gleich drei ehemalige ÖVP-Anhänger aus Gablitz neu: Der vormalige ÖVP-Bgm. Andreas Jelinek sowie Ex-Wirtschaftsbund-Obfrau Karin Sobotka und Günter Querfeld kehren der ÖVP den Rücken und wollen 2015 als NEOS in den Gemeinderat ziehen: "Ich bin bei der Bürgermeister-ÖVP auf Ignoranz und Ausstoßung gestoßen", so Sobotka, die zukünftig vor allem auf mehr Transparenz, mehr Bürgerbeteiligung und effizienteren Geldeinsatz Wert legen will. Derzeit werde in Gablitz zu viel verwaltet und zu wenig gestaltet, fügt Jelinek dem hinzu. "Ziel ist es genug zusammen zu kriegen damit man ein politischer Faktor ist", erklärte Christoph Angerer (NEOS). "Und natürlich die absolute Mehrheit der ÖVP zu brechen", so Jelinek. Denn "wertschätzendes Miteinander wird gestärkt wenn es keine absoluten Mehrheiten gibt", ist NEOS-Regionalkoordinator Alexander Knapp überzeugt. Beim Wahlkampf hoffe man "dass er fair ablaufen wird. Wir von unserer Seite werden absolut auf der fairen und wertschätzenden Basis bleiben", versicherte Sobotka.

ÖVP übt harsche Kritik
Kritik regnet es nun unter anderem von ÖVP-Bezirksgeschäftsführer Michael Kohlmann: "Noch letztes Jahr haben Jelinek und Co den Herrn Stronach unterstützt, jetzt eben die Neos, die sich als neues Sammelbecken für Querulanten und Streithanseln etablieren." Auch Bgm. Michael Cech (ÖVP), zu dessen Gunsten sich 2010 ein Vorzugsstimmenwahlkampf mit Andreas Jelinek entschied, kritisiert: "Wie Andreas Jelineks bisherige Haltung zu NEOS passt, ist nicht ganz klar. Offenheit? Modernität?" Zudem sei auch der Rücktritt aus der ÖVP-Partei fragwürdig: Noch am selben Tag der NEOS-Pressekonferenz habe Andreas Jelinek in einer E-Mail an die ÖVP Niederösterreich darum ersucht seine Mitgliedschaft "Ruhend zu stellen" und dabei explizit erwähnt weiter Mitglied beim ÖVP Wirtschaftsbund und beim ÖVP Seniorenbund zu bleiben, betont Cech. Ähnlich bei Karin Sobotka, die, Cech zufolge, am Abend nach der Pressekonferenz ihren Austritt aus der ÖVP erklärte.
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