Coronavirus
AMS-Reutte: Warten auf den großen Anstrum

Im AMS Reutte wurden Vorkehrungen für die kommende Zeit getroffen.
  • Im AMS Reutte wurden Vorkehrungen für die kommende Zeit getroffen.
  • Foto: Witting
  • hochgeladen von Günther Reichel

REUTTE (rei). Alle Lifte sperren zu, ebenso die Hotels. Ab Montag werden die betroffenen Mitarbeiter beim Arbeitsmarktservice erwartet. In der Reuttener Geschäftsstelle hat man sich vorbereitet, so gut das eben geht. Nun ist man gespannt, was sich ab Montag alles tut.

Ein eindringlicher Appell

"Nützen Sie unbedingt das eAMS-Konto!"

AMS-Leiter Klaus Witting

AMS-Leiter Klaus Witting richtet an alle Dienstnehmer, die in den kommenden Tagen bezüglich Arbeitslosenunterstützung vorstellig werden, einen eindringlichen Appell: "Nützen Sie unbedingt das eAMS-Konto!"
Über ein solches verfügen bereits sehr viele Dienstnehmer, die im Tourismusbereich tätig sind und die regelmäßig in den Zwischensaisonen Arbeitslosenunterstützung beziehen.
Alle eAMS-Konto-Inhaber können sämtliche Anträge und Eingaben bequem von zu Hause aus machen. "Wer diese Möglichkeit nicht hat, der kann sich auch über 'Finanz-Online" eine Zugang holen", berichtet Witting über eine weitere Möglichkeit.

Hier finden Sie weitere Informationen zu den Zugangsmöglichkeiten:
Arbeitslos melden mit dem eAMS-Konto

Bis zu 5000 Personen sind betroffen

Aber er weiß auch, viele werden das nicht tun, sie werden persönlich ins Amt kommen und hier bei den MitarbeiterInnen den Antrag stellen.
"Insgesamt sind von den Betriebsschließungen im Bezirk Reutte bis zu 5000 Personen betroffen", sagt Witting. Denn es wird über kurz oder lang wohl nicht nur Mitarbeiter von Seilbahn- und Tourismusbetrieben treffen. Auch Taxi- und Busunternehmen würden das abrupte Ende der Saison zu spüren bekommen, außerdem die Reisebürobranche, Teile des Handels und eventuell noch einige mehr. "Das wird ein Tsunami", glaubt der langjährige Amtsleiter.

Herausforderung für die AMS-Mitarbeiter

Für die 18 Mitarbeiter gilt eine Urlaubssperre. Die anstehenden Aufgaben sind riesig: "Es geht ja nicht nur darum, Anträge anzunehmen, diese müssen ja bearbeitet werden." Hier werden in den kommenden Tagen und Wochen alle AMS-Geschäftsstellen bundesweit eng zusammenarbeiten, berichtet Witting von den im Hintergrund bereits eingeleiteten Maßnahmen.
Da alle Geschäftsstellen bundesweit elektronisch zusammengeschlossen sind, könne die Leistungsberechungen auch von Mitarbeitern erledigt werden, die in einem der weniger von Corona betroffenen Gebiete liegen, als etwa Tirol. Auch Anträge, die via eAMS gestellt werden, können in jeder beliebigen Geschäftsstelle abgearbeitet werden.

Vorbereitungen wurden getroffen

Die kommende Arbeitswoche wird für die AMS-Mitarbeiter jedenfalls eine ganz besondere werden.  Klaus Witting glaubt, dass pro Tag 500 und mehr Kunden kommen könnten. Für das AMS-Gebäude gilt aber, was für alle Räumlichkeiten gilt - mehr als 100 Personen dürfen zeitgleich nicht hinein. Mitarbeiter inkludiert.
Das zu handeln könnte schwierig werden. Absperrbänder wurden gespannt, mit der Polizei steht man in engem Kontakt, sollte man sie in irgendeiner Form brauchen.
Die Büros wurden so umgestellt, dass die Kunden viel Abstand zu den BeraterInnen haben. Der Abstand betrage zumindest drei Meter: "Zum Schutz der Kollegen", wie Witting mit Nachdruck feststellt. Deren Gesundheit ht höchste Priorität. Im Interesse der MitarbeiterInnen und im Interesse aller Arbeitslosen.
Sollte nur ein AMS-Mitarbeiter nachgewiesener Weise an Corona erkranken, dann würde wohl das ganze Amt von behördlicher Seite her zugesperrt. Aber daran will man gar nicht denken. Angesichts der aktuellen Entwicklungen ist aber auch ein solches Szenario durchaus denkbar.

Autor:

Günther Reichel aus Reutte

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