Arbeitsmarkt Bezirk Reutte
Arbeitslosigkeit um 304 Prozent gestiegen

Die Statistik des AMS Reutte vergleicht die Jahre 2016 bis 2020. Die rote Linie markiert die Entwicklung von Februar auf März 2020.
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  • Die Statistik des AMS Reutte vergleicht die Jahre 2016 bis 2020. Die rote Linie markiert die Entwicklung von Februar auf März 2020.
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AUSSERFERN (rei). Wie nicht anders zu erwarten, ist die Arbeitslosigkeit auch im Bezirk Reutte durch die Corona-Krise sprunghaft angestiegen. 2265 Personen waren Ende März 2020 beim AMS arbeitslos gemeldet. Das ist eine Steigerung um 1704 Personen oder 303,74 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat.

Legt man den Fokus auf die Zunahme von Ende Februar 2020 auf Ende März 2020, dann ist die Zunahme an Arbeitslosen noch höher: 2039 Männer bzw. Frauen meldeten sich binnen eines Monats neu in die Arbeitslosigkeit.

Branchen unterschiedlich betroffen

Die Steigerung fällt aber je nach Branche unterschiedlich groß aus, wie AMS-Leiter Klaus Witting erklärt: „Der hohe Anstieg der Arbeitslosigkeit trifft derzeit hauptsächlich die Dienstleistungsberufe, vor allem Beherbergung und Gastronomie sowie den Handel. Die anderen Berufsgruppen wie Bau-, Metall- und andere Produktionsberufe im Gewerbe und Handwerk sind derzeit noch weniger betroffen." Hier hegt das AMS die Hoffnung, dass möglichst viele Unternehmen das Angebot der Corona Kurzarbeit in Anspruch nehmen werden, um so diese Arbeitsplätze zu erhalten.

Anträge schnellstmöglich abarbeiten

Eine Berufsgruppe, die derzeit mehr als genug Arbeit hat, sind die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Arbeitsmarktservice. Klaus Witting weiß, dass der sprunghafte Anstieg der Arbeitslosenzahlen für alle MitarbeiterInnen des AMS eine riesige Herausforderung darstellt. „Das erklärte Ziel ist es, die riesige Menge an Anträgen so schnell wie möglich abzuarbeiten, um so den betroffenen Menschen und deren Familien die finanzielle Absicherung baldigst zu gewährleisten.“
Zudem gibt es mit der Covid19-Kurzarbeit eine weitere Belastungsprobe, die auf das AMS zurollt. Witting: „Parallel zur Existenzsicherung der arbeitslosen Menschen ist es unser Bestreben, die Fülle der Anträge auf Kurzarbeit zeitgleich schnellst möglich zu erledigen, um den Unternehmen und deren MitarbeiterInnen Förderzusagen geben zu können.“

Zur Sache

Nach ausgewählten Berufsgruppen ist der markanteste Anstieg im Fremdenverkehr mit 1232 Personen (+981), gefolgt vom Handel 126 (+88), dem Verkehr 119 (+96) und den Lehr- und Kulturberufen (vor allem Schilehrer) 109 (+68). Der Zuwachs der Arbeitslosigkeit traf sowohl Inländer 1212 (+864) als auch Ausländer 1053 (+840).
Der Bestand an offenen Stellen zum Monatsende März war mit 69 (-114) deutlich geringer als im Vorjahr. Bei den Stellenzugängen wurden im laufenden Monat 179 (-129) neue offene Stellen gemeldet; anzumerken ist, dass seit Mitte März nur noch ein weit geringer Bedarf gemeldet wurde.

Arbeitslosigkeit nach Regionen

Nach Regionen betrachtet kommt es in allen Tiroler Bezirken zu einem deutlichen Anstieg der Arbeitslosigkeit. In Landeck stieg die Zahl der arbeitslos vorgemerkten Personen um 608,5 % oder +4.065 Personen. Es folgen Imst (+392,0 % oder +3.559), Reutte (+303,7 % oder +1.704), Kitzbühel (+285,8 % oder +3.455), Schwaz (+267,2 % oder +3.717), Kufstein (+135,5% oder +3.042), Lienz (+129,8 % oder +1.792) und Innsbruck (+121,4 % oder +7.338).

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Die Statistik des AMS Reutte vergleicht die Jahre 2016 bis 2020. Die rote Linie markiert die Entwicklung von Februar auf März 2020.
AMS-Leiter Klaus Witting legte die neuesten Zahlen vor.
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