Neue Schnittstelle
Bgm. Konrad koordiniert die Planungsverbände

Karina Konrad koordiniert künftig die vier Außerferner Planungsverbände.
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  • Karina Konrad koordiniert künftig die vier Außerferner Planungsverbände.
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  • hochgeladen von Günther Reichel

Von außen hat man mitunter einen besonders guten Blick auf das Ganze: Karina Konrad, Bürgermeisterin der Tiroler Exklave Jungholz wird künftig jedenfalls als Koordinatorin der vier Außerferner Planungsverbände deren Anliegen im Auge haben, bei Projektumsetzungen behilflich sein, und dort, wo es Sinn macht, gemeinsame Interessen vorantreiben.

AUSSERFERN. "Ich sehe meine Aufgabe darin, die vier Planungsverbände im Bezirk, angeführt von deren Obleuten, in ihrer Arbeit zu unterstützen", erklärt Karina Konrad, was sie als neu bestellte Koordinatorin der vier Außerferner Planungsverbände zu tun hat.
Konrad erläuterte ihre künftige Aufgabe im Bezirksblätter-Gespräch. Bei der offiziellen Projektvorstellung fehlte sie, ein Unfall am Weg zum Pressegespräch kam leider dazwischen (viel Blechschaden, zum Glück keine Verletzten, Anm.).

Vier Planungsverbände

Hinter der neuen Funktion verbirgt sich viel Arbeit. Zu tun gebe es jedenfalls mehr als genug, ist man sich sicher. Jeder Planungsverband hat einen eigenen Obmann. Im Tannheimer Tal samt Jungholz (Planungsverband 1) ist es Bgm. Martin Schädle aus Grän, bei dem die Fäden der Region zusammenlaufen. Den Planungsverband Reutte (PV2) leitet Ehenbichls Gemeindechef Wolfgang Winkler, dem PV Lechtal (PV3) steht Bgm. Heiner Ginther aus Elmen vor und im Zwischentoren (PV4) ist der Ehrwalder Bürgermeister Martin Hohenegg vorne dran.

Koordination ist wichtig

Jede Gemeinde für sich hat eigene Interessen und Aufgaben, die zu bewältigen sind. Vieles geht aber über die Gemeindegrenzen hinaus und betrifft eine ganze Region, oder Teile davon. Um hier die Interessen zu bündeln bzw. Aufgaben gemeinsam zu erfüllen, braucht es die Planungsverbände.
Zunehmend tauchen Themen auf, die die Gemeindgrenzen bei weitem überschreiten und auch nicht in den Regionen gelöst werden können.
Da kommt Karina Konrad mit ihrer neuen Rolle ins Spiel. Sie führt die vier Außerferner Planungsverbände künftig zusammen. Dafür wurde sie als Teilzeitkraft angestellt. Der Jungholzer Bürgermeisterin gefällt die Aufgabenstellung sehr gut. "Projektmanagement ist meins", sagt sie.

Idealbesetzung gefunden

Zum Zeitpunkt ihres Einstiegs in die Kommunalpolitik war Karina Konrad im Allgäu vollzeitbeschäftigt. Dann stellte sich Nachwuchs ein, Konrad ging in Karrenz und war weiterhin Bürgermeisterin. Jetzt stellte sich die Frage, wie es beruflich weitergehen wird.
Die Rückkehr in die bisherige Vollzeitstelle und die Rolle als Mutter wären schwer vereinbar gewesen, die  Halbtagsstelle als Koordinatorin der vier Außerferner Planungsverbände passt in ihr Zeitschema aber sehr gut hinein.
Umgekehrt passt Karina Konrad sehr gut zu dieser Stelle. Als Bürgermeisterin hat sie jene Erfahrungen, die es braucht, um die Interessen der Gemeinden zu verstehen und auch vertreten zu können.
Ein Job von zu Hause aus werde es aber nicht sein: "Ich komme sicher viel im Bezirk umher", macht Konrad schon einmal die Ankündigung, hinaus in die Regionen und Gemeinden zu fahren. Aber natürlich werde sie auch von Jungholz aus vieles managen können.

Karina Konrad kandidiert wieder

Und bei dieser Gelegenheit verriet Bgm.in Karina Konrad dann auch gleich: "Ich werde mich im Februar 2022 wieder der Wahl in Jungholz stellen!"

Bestandsaufnahme läuft

Und was sind das jetzt für Themen, die gemeinsam angegangen werden sollen? Das ist noch nicht so ganz heraußen. "Ich habe mit einer Bestandsaufnahme begonnen. Ganz bewusst vor den Wahlen und somit bei den aktiven BürgermeisterInnen. Mir ist wichtig zu erfahren, was diese amtierenden Gemeindechefs für Anliegen haben", erklärt Konrad.
Seit 1. September 2021 ist sie im Amt und trägt seither die Daten zusammen. Wenn nach den Neuwahlen 2022 teilweise neue Akteure in den Gemeinden am Ruder sitzen, soll eine zweite Bestandsaufnahme stattfinden und am Ende klar sein, was die Gemeinden wollen bzw. brauchen.

Ein Thema hat man diesbezüglich schon jetzt im Fokus: Die Parkraumbewirtschaftung. Hier ist angedacht, eine bezirksweite Lösung zu finden. Das solle aber auf gar keinen Fall auf "Abzocke" hinauslaufen, angestrebt wird eine Win-Win-Situation. Auch das breit gefächerte Thema Mobilität will man gemeinsam angehen.

Vernetzung ist wichtig

Damit all das gelingt, holt man sich - passend zu den Themen - weitere Partner ins Boot. Im Fall der Parkraumbewirtschaftung ist dies z.B. die Regionalentwicklung Außerfern (REA). Und dann hat man mit der GemNova noch eine Stelle des Landes zur Seite, die mit viel Erfahrung in Gemeindeangelegenheiten wertvollen Input leisten wird.
"Die Vernetzung in alle Richtungen ist sicher von besonderer Bedeutung", erklärt Karina Konrad. Viel mehr könne sie jetzt aber nicht berichten, jetzt gelte es erst einmal, die genannten Bestandsaufnahmen zu machen und auszuwerten. Dann gehe es Schritt für Schritt weiter.

Weitere Informationen aus dem Bezirk Reutte finden Sie unter
www.meinbezirk.at

Karina Konrad koordiniert künftig die vier Außerferner Planungsverbände.
Nikolaus Kraak (GemNova), Bgm. Martin Schädle, Bgm. Martin Hohenegg, LR Johannes Tratter, Bgm. Wolfgang Winkler, Bgm. Heinrich Ginther (v.l.) stellten die Neuorganisation vor. Nicht im Bild: Karina Konrad.
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