Die Fabrik

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Umgekrempelt, angezettelt und ohne blauzumachen nach Strich und Faden aufgestellt.
Grußworte von Birgit Ihrenberger zur Eröffnung, die dem Eingeweihten sofort zu sagen vermochten, worum es geht. Die Textilindustrie im Außerfern hat, hatte eine lange Tradition und wird jetzt im Grünen Haus in einer Sonderausstellung gewürdigt.

REUTTE (as). Fest mit der Region verbunden dachte man, es würde sich nie etwas ändern – 2008 dann das Aus. Die Rede ist von den RTW, den Reuttener Textilwerken. Noch in den 70er Jahren war es der drittgrößte Textilbetrieb im Land und der zweitgrößte Arbeitgeber im Bezirk. Bis zu 800 Menschen fanden einst Arbeit und kaum eine Familie in Reutte die nicht einen RTWler unter sich hatte.
Um die Fabrik vor dem Vergessen zu bewahren hat der Museumsverein in Reutte, allen voran Frau Mag. Birgit Ihrenberger, der Legende eine Ausstellung gewidmet.

Ab sofort und bis 29. Oktober können alle Interessierten, ob aufgrund eigener Werkserfahrung oder nur um mal zu sehen wie es war, die Ausstellung besuchen.

Es geht ums Bewahren, darum, nichts zu vergessen und was da ist zu vermitteln. Daher haben die fleißigen Helfer wochenlang recherchiert und gesammelt, ausgewertet und beschriftet, was irgendwie greifbar war. Eine schwierige Aufgabe, großartig gelöst und in eine spannende Ausstellung umgesetzt.

Die Fabrik gibt es nicht mehr, was geblieben ist, ist eine Reihe heruntergekommener Gebäude und verschiedene Relikte aus Produktion und Alltag. Die Ausstellung ist, wie Ernst Hornstein einräumte, nicht komplett, kann und darf aber gerne weiterwachsen. Wer über die Fabrik etwas zu erzählen hat oder alte Dokumente und Gegenstände besitzt, darf sie gerne ins Museum bringen und dort für die Ewigkeit bewahren.

Zur Eröffnung war der Andrang jedenfalls enorm. Viele „alte RTWler“ tummelten sich fachkundig zwischen den begeisterten Besuchern und wussten einige Anekdoten und Begebenheiten zu berichten.

Vom Rohprodukt über Herstellung bis zum Ergebnis zeigt die Ausstellung wie es einst war – wer es heute erleben möchte, bekommt bis Ende Oktober die letzte Chance, einem Stück Reuttener Geschichte zu begegnen.

Autor:

Andreas Schretter aus Reutte

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