Die Grenzregion Außerfern profitiert stark von der EU

Günter Salchner und Wolfgang Winkler halten die EU-Fahne gerne hoch.
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AUSSERFERN (rei). Der Bezirk Reutte gehört zu den ganz großen Profiteuren der EU-Mitgliedschaft. Davon sind Wolfgang Winkler und Günter Salchner gleichermaßen überzeugt. Winkler ist Leiter der Wirtschaftskammer Reutte und Salchner Geschäftsführer der Regionalentwicklung Außerfern. In ihren Funktionen sind sie laufend mit EU-Themen befasst und sehen Vorteile für die Region, wohin man schaut.

"Die EU macht einfach vieles einfacher. Gerade für eine Grenzregion wie das Außerfern ist das von enormem Vorteil", bringt es Winkler auf den Punkt. Und dass es für viele Projekte Förderungen gibt, sorgte für zusätzliche Impulse, erklärt Salchner.

Günter Salchner ist der "Förderspezialist" weitum. Er weiß ganz genau, wofür man welche Förderungen bekommen kann. In der laufenden Förderperiode wurden bis zum heutigen Tag zwölf grenzüberschreitende Projekte mit einem Volumen von 6,1 Millionen Euro in der Region gestartet. "Der Förderanteil der EU beläuft sich dabei auf 4,4 Millionen Euro", nennt Salchner aktuelle Zahlen. Die ganze Region profitiert davon. Für ihn ist es daher unvorstellbar, nicht in der EU zu sein.

Die Förderprogramme sind ein Thema, die sich durch die EU bietenden Möglichkeiten aufgrund des erweitereten Marktes ein ganz anderes. Salchner: "Gerade der Bezirk Reutte, in dem die Industrie so stark ist, hat Vorteile. Ein reiner Binnenmarkt wäre für viele Handels- und Gewerbebetriebe schon zu klein. Speziell unsere Industriebetriebe hätten in einem reinen Binnenmarkt aber keine Perspektive."
"Wir profitieren von der EU enorm", bestätig auch Wolfang Winkler die Sicht der Wirtschaft. Bevor es die EU gab, war der Kaufkraftabfluss in Richtung Deutschland enorm. Inzwischen bilanziert man hier ausgeglichen. Viele Deutsche kommen ins Außerfern, kaufen hier ein, nehmen Dienstleistungen in Anspruch oder beauftragen heimische Handwerksbetriebe mit der Umsetzung unterschiedlichster Projekte.
Der Tourismus profitiert wiederum von der Einheitswährung, dem"EURO". "Österreich hat ein sehr gutes Preis/Leistungsverhältnis. Da brauchen wir uns nicht verstecken. Durch den Euro werden diese Leistungen leichter vergleichbar", nennt Winkler einen der Vorteile. Dass man die früher geltenden Landeswährungen nicht mehr umtauschen und umrechnen muss, wirkt sich ebenso positiv aus.

Im Fokus der Regionalentwicklung Außerfern stehen die vielen Förderprogramme und Fördermöglichkeiten, die sich durch die EU-Mitgliedschaft eröffnen. Allein in den Jahren 2015, 2016 und 2017 flossen elf Millionen Euro an Förderungen in den Bezirk. 3/4 dieser Summe kamen von der EU. "Diese elf Millionen Euro an Fördergeldern bewirkten ein Gesamtinvestitionsvolumen von 40 Millionen Euro", verweist Salchner auf die positiven Auswirkungen, welche mit den EU-Fördergelder verknüpft sind.
Die Regionalentwicklung Außerfern hat großen Anteil daran, dass so viele Fördergelder in den Bezirk Reutte fließen. "REA ist ein 'Kümmerer'. Die Gemeinden oder das Land könnten all das, was REA betreut, gar nicht abwickeln", stellt Wolfgang Winkler fest. Und er sollte es wissen, schließlich ist der Leiter der WK Reutte auch Bürgermeister in Ehenbichl.

REA und die Wirtschaftskammer bilden jedenfalls eine starke Achse in der Region in allen EU-Fragen. So bietet man gemeinsam sehr erfolgreich Sprechtage an. Die Bilanz fällt somit positiv aus. Für Wolfgang Winkler steht außer Frage, "der Bezirk Reutte würde ohne die EU längst nicht so florieren, wie er es heute tut." Und Günter Salcher ist überzeugt, "eine Grenzregion wie die unsere braucht offene Grenzen!".

Autor:

Günther Reichel aus Reutte

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