Umzug am Unsinnigen
Eine Veranstaltung mit langer Tradition

Ein Bild aus den Gründungstagen des "13er Clubs". Willi Sorg steht in der hintersten Reihe (2.v.l.).
  • Ein Bild aus den Gründungstagen des "13er Clubs". Willi Sorg steht in der hintersten Reihe (2.v.l.).
  • Foto: privat/Sorg
  • hochgeladen von Günther Reichel

REUTTE (rei). Tausende Menschen sind jedes Jahr beim Umzug am Unsinnigen Donnerstag in Reutte dabei. Wie alles anfing, das weiß Willi Sorg zu berichten.

Idee kam beim Frühschoppen

"A bärige Sach´war des damals!" Wenn sich Willi Sorg an den Fasching 1959 zurück erinnert, huscht ein Lachen über sein Gesicht. Der heute 93-Jährige gehörte zu jener Gruppe, die vor 60 Jahren den Faschingsumzug im Bezirkshauptort mit aus der Taufe hob. 

"13er Club" zog die Fäden

Es war der "13er Club", der die Idee hatte, am Unsinnigen Donnerstag einen Umzug zu organisieren. Willi Sorg war einer von ihnen. Der gebürtige Innsbrucker, der seit Jahrzehnten in Reutte lebt, hier als Kaufmann, Journalist, Sportskanone - eben ein "Tausendsassa" aktiv war, erinnert sich gerne zurück, wie es anfing: Bei einem Frühschoppen.
Es waren 13 Herren aus der Region, daher auch "13er Club", welche befanden, am Unsinnigen Donnerstag muss etwas passieren. An alle Mitglieder des Clubs kann sich Willi Sorg heute nicht mehr erinnern, ein paar Namen sind ihm aber gut im Gedächtnis: Werner Wörle, Edi und Erich Lechner, Karl Schletterer, Toni Pedevilla, Robert Hiebl, Hubert Mößmer und Erich Kerber - sie gaben gemeinsam mit Willi Sorg den "Anschubser dafür, dass es seit Jahrzehnten am Unsinnigen im Mark rund geht.

Ein echter Publikumsmagnet

Tausende Menschen säumen jährlich den Straßenrand, wenn am Unsinnigen, immer ab 14 Uhr, der Umzug beginnt. Dann ist Spaß garantiert. 
Aber die Veranstaltung durchlebte Höhen und Tiefen. Nicht immer war klar, ob und unter wem es weitergehen wird. "Zum Glück hat sich aber immer wieder jemand gefunden, der diese Tradition am Leben hält", freut sich der Pensionist, der selbst immer wieder gerne hin schaut, wenn die Narren durch das Reuttener Zentrum schreiten.
In die Vorbereitungen ist Willi Sorg nicht mehr eingebunden, aber er weiß, da steckt viel Arbeit dahinter. Der "13er Club" kümmerte sich in der Anfangszeit um die Organisation und war natürlich selbst aktiv. Dreimal sei man in Erscheinung getreten, berichtet Willi Sorg. Im ersten Jahr (1959) als Damen (Bild), dann als Viehhändler und schließlich als Seeräuber. 

Termin vormerken

Heuer findet der Umzug am (Unsinnigen) Donnerstag, 28. Februar statt. Beginn ist wie immer um 14 Uhr.

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