Leserpost
Es gibt ihn doch noch, den Hausverstand

Zu unserem Beitrag "Neues Pflegeheim konkreter" in der Ausgabe Nr. 8 vom 20./21. Februar 2019.

Wenn man die Wortspenden von so manchem "Seiten-Blicke"-Politiker hört, kommen einem ernsthafte Zweifel am Vorhandensein von so etwas wie Hausverstand. Erst kürzlich hat die Frau Landtagspräsidentin und Bezirksparteiobfrau den Außerfernern und deren Bürgermeistern via Medien ausrichten lassen, dass mehr Pflegebetten im Bezirk Reutte "nicht drinnen" sind. Ihre Argumentation, man hätte dafür ja nicht einmal das notwendige Personal. Man müsse die Zahl der Betten an der Zahl der zur Verfügung stehenden Pfleger/innen ausrichten. Mit Verlaub, etwas Einfältigeres habe ich in Zusammenhang mit dem viele berührenden Thema "Pflege" noch selten gehört.

Wenn man für die geplante Bettenzahl künftig nicht genügend Personal "haben könnte", dann wird man doch wohl danach trachten müssen, dass man mehr Personal bekommt und nicht die Bettenanzahl klein halten, damit man genug Personal hat. Wie schräg sind solche Gedankengänge denn? Mehr Pflegebetten werden hier im Bezirk gebraucht, ob es der politischen Elite in Innsbruck passt oder nicht. Erfreulicherweise stehen unsere Außerferner Bürgermeister dazu, und brauchen dann nicht in einigen Jahren darüber labern, "... ja wenn man das früher gewußt hätte ".

Ja, zum Glück gibt es noch bodenständig denkende Bürgermeister hier im Bezirk, die über die momentane, ohnehin schon prekäre, Situation hinausdenken und kommende zu erwartende Entwicklungen erkennen und entsprechend handeln. Die die Schneid haben und auch ohne den Rückhalt der Bezirksparteiobfrau nach Innsbruck pilgern, um das Beste für die heimische Bevölkerung durchzusetzen. Hut ab vor den entscheidungsfreudigen, weitblickenden Bürgermeistern, die das für den Bezirk sicher mehr als notwendige Pflegeheim auf Schiene gebracht haben.
Der vorauseilende Gehorsam der Bezirksparteiobfrau ihrem Chef gegenüber ist mit dieser mutigen Aktion ohne großes Aufheben in die Schranken gewiesen worden. Denn, ob wir es wollen oder nicht, es wird künftig immer mehr zu Pflegende Mitbürger geben die von der im Arbeitsleben stehenden Tochter geschweige denn vom Sohn nicht entsprechend betreut werden können. Es wäre schön, wenn es anders wäre, ist es aber in der heutigen Realität leider nicht mehr. Deshalb nochmal, "chapeau" vor den mit Hausverstand gesegneten Außerferner Bürgermeistern!
Günther Weber, Ehrwald

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