Hammerschmiede lockt in der Museumsnacht viele Besucher an

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In der langen Nacht der Museen des Bezirks Reutte sind viele Nachtschwärmer unterwegs um den Spuren der Geschichte zu folgen. Von der Schokoladenseite zeigte sich dabei die Hammerschmiede bei St. Anna unterhalb der Burg Vilsegg. Die Kombination von Burg, Kirche und Hammerschmiede hat ihren eigenen Zauber, den schon die Bayerische Königsfamilie sehr schätzte. Königin Marie von Bayern sind einige Gerätschaften gewidmet, wie etwa ein Pflug und ein Butterfaß. Denn voll Begeisterung tat die Königin Marie bei St. Anna lauter Dinge, womit sie in Bayern gegen die Hofetikette verstoßen hätte. Die Königin butterte und ackerte hier in Vils zum ersten Mal. In der Hammerschmiede sind hier Auszüge aus dem Gästebuch der Familie Hartmann als Zeitzeugnis einsehbar.
Der Verein VilsArt ist voll Elan ans Werk gegangen, die alte Hammerschmiede wieder instand zu setzen. Der Staub und die Spinnweben der Jahrhunderte werden sorgfältig entfernt und es entsteht ein kleines, aber feines Museum. Zur Burgengeschichte von Vilsegg findet man dort etwas, zur Schmiedekunst - wie etwa Schneidwerkzeuge, Hacken und Sensen hergestellt wurden. Die Hammerschmiede ist bis ins 15. Jahrhundert nachweisbar, wahrscheinlich aber weit älter und war bis 1965 in Betrieb. Die Besucher bei der Museumsnacht empfingen gleich die antiquarischen Bücher von Reinhold Schrettl. Kostbarkeiten, die jedes Forscherherz höher schlagen lassen. Während der Öffnungszeit gab es drei Führungen durch die Hammerschmiede und themenbezogene Filme, die gezeigt wurden. Für das leibliche Wohl war ebenfalls gesorgt. Zwei Landsknechte aus Breitenwang waren in voller Montur anwesend und beantworteten Fragen über das ausgehende Mittelalter und die beginnende Neuzeit.
Wirklich beeindruckend ist in der Hammerschmiede, was der Verein VilsArt schon aus der den geschichtsträchtigen Mauern gemacht hat. Ohne dass die Atmosphäre des einzigartigen Denkmals zerstört wurde, wird die Bausubstanz etappenweise saniert. Ein neues Dach und einen stabilen Zwischenboden gibt es schon. Auf die weitere Entwicklung darf man sich freuen.

Autor:

Elisabeth Wintergerst aus Reutte

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