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Höfen denkt über neue Wohnformen nach

Thomas Strele (li) und Vinzenz Knapp stellten das Wohnbauprojekt vor, das im Ortsteil Graben enstehen wird.
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HÖFEN (rei). In Höfen wurden zwei Wohnbauprojekte vorgestellt. Eines entspricht herkömmlichen Vorhaben, das zweite ist für den Bezirk Reutte völlig neuartig.

In enger Zusammenarbeit mit der Wohnbaugesellschaft "Frieden" werden im Ortsteil Graben in den kommenden Jahren drei Mehrfamilienhäuser entstehen. Sie werden im neuen Siedlungsgebiet der Gemeinde errichtet.

Neues Siedlungsgebiet

Die Grundflächen gehören alle der Gemeindegutsagrargemeinschaft und damit der Gemeinde Höfen. 15 private Wohnhäuser und eben die drei Mehrfamilienhäuser werden hier einmal stehen.
Das von Frieden betriebene Projekt teilt sich auf drei Gebäude mit je zwölf Wohneinheiten unterschiedlicher Größe auf. Die Wohnungen werden als Miet/Kaufmodell zu günstigen Konditionen angeboten.

So wird die Wohnanlage später einmal aussehen. Es handelt sich um ein Miet/Kaufmodell.
  • So wird die Wohnanlage später einmal aussehen. Es handelt sich um ein Miet/Kaufmodell.
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Leichtes Wachstum wünschenswert

Vornehmlich sollen Höfener Bürger in den Genuss der Wohnungen kommen, doch auch auswärtige Personen können sich melden, denn: "Höfen verträgt schon noch etwas Wachstum", findet Bürgermeister Vinzenz Knapp. 1230 Einwohner hat die Hahnenkammgemeinde derzeit, 1300 bis 1350 würde man sich wünschen, damit der Ort "lebt". Die dafür ntowendige Infrastruktur sei jedenfalls vorhanden.
Thomas Strele vom Architekturbüro Walch und Partner in Reutte stellte das neue Projekt vor. Es wird in Massivbauweise errichtet. Die drei Abschnitte sollen nach Bedarf errichtet werden, innerhalb von zehn Jahren, so der Plan, soll die Anlage bewohnt sein.

Neues Projekt im Leimbachwald

Völliges Neuland will die Gemeinde Höfen mit einem zweiten Projekt beschreiten. Hier befindet man sich allerdings erst ganz im Anfangsstadium. Es gibt nur grundsätzliche Überlegungen, aber keinen Zeitplan und kein konkretes Konzept.
Im Leimbachwald (im oberen Bereich des Leimbachweges zwischen Hauptstraße und Friedhof gelegen, Anm.) soll das Projekt umgesetzt werden.
Der kleine Wald, ein reiner Wirtschaftswald, wird in Teilen abgeholzt. Angrenzend an die bestehende Häuser soll hier eine ganz besondere Wohnanlage entstehen. Je zu rund einem Drittel sollen junge Menschen/Familien, Senioren und sozial bedürftige Menschen, bzw. Menschen mit Behinderungen nebeneinader leben. Angedacht sind Gemeinschafts- und Sozialräume, die den Bewohnern angeboten werden, eventuell auch Platz für Physiotherapien. Vinzenz Knapp könnte sich vorstellen, dass hier vielleicht auch einmal ein kleines Lebensmittelgeschäft angesiedelt wird.

Alternative Wohnmöglichkeit

"In Höfen leben viele Menschen, die ein eigenes Haus haben, die sich im Alter aber schwer tun werden, dieses selbst zu erhalten", glaubt Knapp. Diesen wolle er eine Alternative bieten. Alters- bzw. behindertengerechte Wohnungen, die zu günstigen Preisen gemietet werden können, sind sein Wunsch.
In der Kombination mit jungen Menschen bzw. Familien, die ebenfalls hier einziehen sollen, sieht er einen Mehrwert für alle künfigen Bewohner. Mit dem Verein "Hand in Hand" in Höfen, der im Bereich der Nachbarschaftshilfe aktiv ist, hat man eine Partner mit im Boot.
Thomas Strele konnte mit den Vereinsvertretern bereits Gespräche führen, ob sie sich vorstellen können, als "Kümmerer" mitzuhelfen. Diese "Kümmerer" sollen überall dort mithelfen, wo die älteren Semster selbst nicht mehr aktiv sein können. Selbes gilt auch für die Bewohner mit Einschränkungen bzw. Behinderungen.

Durchmischtes Wohnen

Knapp ist über das Ergebnis der ersten Vorbesprechungen sehr erfreut. Er sieht Chancen, dass man dieses sehr spezielle Wohnprojekt tatsächlich umsetzen kann. "Wir wollen hier kein Altersheim schaffen, sondern möchten ein durchmischtes Wohnen." Der Höfener Bürgermeister glaubt, dass ein solches Wohnmodell, das die Generationen miteinander verbindet, durchaus in der Lage wäre, die Warteschlangen für einen Platz in den Altersheimen zu reduzieren.

Noch ist das aber alles Zukunftsmusik. Doch Vinzenz Knapp möchte möglichst rasch die nächsten Schritte setzen. Er denkt an eine zeitnahe Umsetzung. Mindestens 25 Wohneinheiten brauche es für einen erfolgreichen Start. Im Gemeinderat wurde die Idee bereits vorgesetllt. Sollte das Modell funktionieren, stünde ausreichend Platz zur Verfügung, um diese neue Form des Zusammenlebens weiter wachsen zu lassen.

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Thomas Strele (li) und Vinzenz Knapp stellten das Wohnbauprojekt vor, das im Ortsteil Graben enstehen wird.
So wird die Wohnanlage später einmal aussehen. Es handelt sich um ein Miet/Kaufmodell.
Autor:

Günther Reichel aus Reutte

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