Festung Ehrenberg - mit VIDEO
Hunderte Tonnen Steine zur Attraktion vermauert

Mächtig und prächtig: Die Burgruine Ehrenberg. Die Festungsteile links im Bild wurden zuletzt hergerichtet.
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  • Mächtig und prächtig: Die Burgruine Ehrenberg. Die Festungsteile links im Bild wurden zuletzt hergerichtet.
  • hochgeladen von Günther Reichel

Die Sanierung der Festungsanlagen auf Ehrenberg geht im Schnellschritt weiter. Am Sonntag wurde die nächste Attraktion vorgestellt.

REUTTE. Besuchern der Ruine Ehrenberg blieben die Maßnahmen nicht verborgen: Ein kleiner Bautrupp schleppte über Monate hinweg Steine vom Innenbereich der Burg an dessen Rand. Hier wurde, gemäß alter Bauweise, die Bastion  (der äußerer Festungsring, Anm.) teilweise neu aufgemauert.
Alles nach historischem Vorbild: Die Steine alt, die Mauertechnik und die eingesetzten Verbundstoffe ebenso. Echtes, altes Handwerk.

Ein neuer Blickfang

So entstand Stein für Stein der neueste Blickfang auf der Ruine. Und als krönendes Element wurde auf einen kleinen Turm ein verschindeltes Dach samt Kupferspitze aufgesetzt. Für dieses Vorhaben konnte man die Firma Holzbau Saurer aus Höfen als Sponsor gewinnen. Ohne Sponsortätigkeit wäre auf Ehrenberg ohnehin vieles andere nicht möglich. Etwa die erweiterete Beleuchtung, die wiederum von den Elektrizitätswerken Reutte gestellt wurde.

Die Spezialisten der "Bauhütte"

Umgesetzt wurde all das von der "Bauhütte" Ehrenberg. Dabei handelt es sich um einen kleinen Trupp an fachkundigen Männern, welche die alten Steine Stück für Stück neu "zusammenrücken". Werner Entstrasser hat sich hier zum echten Spezialisten entwickelt, er fungiert als Polier. Zwei weitere, speziell geschulte Maruer stehen ihm zur Seite. Ergänzt wird diese Gruppe von vier Hilfskräften, die sich vornehmlich darum kümmern, aus den Schutthaufen, die zwischen den Festungsmauern liegen, alte Steine auszugraben zu säubern und der Maurerpartie bereit zu stellen.
Da steckt enorm viel Arbeit dahinter. Hunderte Tonnen Steine wurden so, großteils mit Handkraft, in den vergangenen Monaten bewegt und verbaut.

Mehrjähriges Projekt

All diese Maßnahmen sind Teil jenes Projektes, das 2020 begonnen wurde und sich auf insgesamt fünf Jahre erstreckt. Daraus leitet sich wiederum ab, dass man sich erst im zweiten Jahr befindet und man somit noch einiges erwarten kann, was auf und rund um Ehrenberg in nächster Zeit passiert.
Das viele Wissen um die Burg stammt von "Burgherr" Armin Walch, der Daten und Fakten für die Eröffnungsansprache zusammengetragen hatte, nur musste er sich eines "Sprachrohrs" bedienen. Seine für diesen Festtag vorbereitete Rede verlas Waltraud Heinrich. Armin Walch war nahe am Geschehen dran und doch weit davon ab: Nach einem schweren Freizeitunfall am Vortag der Veranstaltung lag er im nahegelegenen Krankenhaus Reutte und konnte somit nicht dabei sein.
Viele Genesungswünsche wurden somit von der Burg hinunter in Richtung Krankenhaus geschickt. Walchs Tatendrang wurde an diese Tag mehrfach hervorgehoben.
"Wo wäre Ehrenberg heute ohne Armin Walch?" Auch diese Frage wurde gestellt. Wohl nicht da, wo man sich heute befindet, auch darin war man sich einig.

"Was ist noch verträglich?"

Es gab aber auch kritische Anmerkungen. "Was ist noch verträglich?" Für Vizebürgermeister Gerfried Breuss ist diese Frage naheliegen. Er machte sich Gedanken, was man tun muss, damit Ehrenberg weiterhin gut besucht wird, ohne überrannt zu werden.
Auch Tourismusverbandsobmann Hermann Ruepp sprach von einer "hohen Schlagzahl" der Ereignisse auf Ehrenberg. "Das ist gefühlt die 15. Feier auf Ehrenberg", sagte Ruepp und meinte Festlichkeiten im Zusammenhang mit der Fertigstellung von Sanierungsprojekten.
Letztlich war man sich aber doch einig: Ehrenberg ist ein Glücksfall für die Region "und ohne Armin Walch wäre all das nicht entstanden", so Ruepp.

Weitere Informationen aus dem Bezirk Reutte finden Sie unter
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