Strukturplan Pflege
Im Bezirk wird ein neues Pflegeheim mit 60 Betten angedacht

Erweitern, oder um ein neues Haus ergänzen: Im Moment ist es unklar, wohin die Reise bei der Pflegeversrogung geht.
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Am 4. Febraur gibt es eine Besprechung mit dem zuständigen Regierungsmitglied in Innsbruck.

AUSSERFERN (rei). Wir werden immer älter, die Familienverbände aber kleiner. Personen, die früher ganz selbstverständlich im Alter, oder bei sonstigem Pflegebedarf, daheim von der Familie betreut wurden, müssen heute in Heimen untergebracht werden. Dieser Trend wird sich in den kommenden Jahren weiter verschärfen.
Der Bedarf an Pflegplätzen steigt somit stetig.  Das Land Tirol, und nachfolgend die Gemeinden, sind bemüht, vorzeitig die Weichen zu stellen, damit es ausreichend Pflegeplätze gibt.

26 Betten sind genehmigt

Ein neuer Pflegestrukturplan wurde erarbeitet. Dieser sieht für das Außerfern 26 zusätzliche Betten vor. Darüber, wo man diese schaffen will, wird diskutiert.
Im Reuttener Gemeinderat forderte die ÖVP-nahe Liste von VBgm. Klaus Schimana, dass man schnellstmöglich das Pflegeheim "Haus zum guten Hirten" erweitert und hier einen Teil der 26 genehmigten Pflegebetten schafft.
Im Budget für 2019, das von Bürgermeister Luis Oberer vorgelegt wurde, finden sich dafür aber keine Mittel. Diese Tatsache war einer der Faktoren, weshalb Schimana und seine Fraktionskollegen den Haushaltsplan ablehnten (mehr dazu lesen Sie hier.)

"Größe Lösung" angedacht

Im Zuge der Debatten verriet Oberer, dass "hinter den Kulissen" im Bezirk aber an einer ganz anderen Lösung gearbeitet wird. "Pflege ist ein Thema, das alle Gemeinden betrifft", stellte er klar. Die Bürgermeister des Bezirkes hätten daher einstimmig beschlossen, an einer großen Lösung zu arbeiten.
Diese sieht ein Pflegeheim mit 60 neuen Betten vor. Wo es gebaut wird, ist offen. Am wahrscheinlichsten ist ein Standort in Reutte, im Bereich der Machenschalkstraße, und somit in der Nähe zum bestehenden Pflegeheim "zum guten Hirten", oder in Ehenbichl, in der Nähe zum "Haus Ehrenberg".

Verbandslösung als Wunsch

Wie Oberer zu berichten wusste, ist man sich auf Bürgermeisterebene einig, dass man in der Pflege eine Verbandslösung und keine Einzellösung will. Und für eine solche möchte man künftig die zwei bestehenden Pflegeheime in Reutte und Ehenbichl sowie ein drittes, noch zu errichtetendes Haus eng zusammenführen und so ein Gesamtangebot schaffen.

Vorsprache in Innsbruck

Die Diskussionen sind weit fortgeschritten. Am 4. Februar wird eine sechsköpfige Abordnung aus dem Bezirk in Innsbruck bei Landesrat Tilg in der Angelegenheit vorsprechen.
Leicht wird es wohl nicht, dem zuständigen Regierungsmitglied das Vorhaben "schmackhaft" zu machen. Denn laut Strukturplan will das Land nur 26 Betten genehmigen und mitfinanzieren. Das ist Oberer und seinen Bürgermeisterkollegen bewusst: "Bei 60 Betten würden wir einen Vorgriff auf kommende Jahre machen. Das müssen wir aushandeln."

Skepsis im Gemeinderat

Das könnte schwierig werden. Im Bezirkshauptort kann man sich für die von Gemeindechefs ins Spiel gebrachte Lösung jedenfals nicht zur Gänze "erwärmen". Vbgm. Klaus Schimana fand klare Worte für seine Fraktion: "Wir wollen eine Lösung für Reutte, keine Verbandslösung!"
Diese Haltung ist wiederum für Oberer unverständlich. Eine kleine Erweiterung würde das Haus zum guten Hirten, und somit die Altenversorgung insgesamt, nicht weiterbringen. Eine größere Erweiterung in der Allgäuer Straße hätte wiederum zur Folge, dass die gesamte Infrastruktur des Hauses, etwa die Küche, ebenfalls erweitert werden muss. Oberer tendiert daher zur Schaffung eines neuen Hauses in Verbindung mit einer ganzheitlichen Lösung für das Außerfern.
Derzeit ist aber alles offen. Nach dem Gespräch mit Landesrat Bernhard Tilg am 4. Februar wird man (vielleicht) mehr wissen.

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