Jungholz hat es geschafft
Jetzt will das ganze Außerfern runter von der Risikoliste

Bgm. Karina Konrad ist froh, dass es jetzt eine Lösung für Jungholz gibt.
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JUNGHOLZ/AUSSERFERN (rei). Die geltenden Einreiseverordnungen Deutschlands, und hier speziell jene der Bayern, machen sich in ganz Tirol bemerkbar. In der Außerferner Exklave Jungholz waren die Auswirkungen besonders spürbar. Jetzt gibt es gute Nachrichten.

Fast wie ein 2. Lockdown

"Für uns kam das einem 'Lockdown' gleich. Im Grunde waren wir abgeschnitten", erzählte die Bürgermeisterin der Gemeinde, Karina Konrad den Bezirksblättern. Im Kleinwalsertal  kämpfte man mit vergleichbaren Problemen wie Jungholz.

"Die Österreichischen Verordnungen müssen wir umsetzten. Mit den deutschen Verordnungen müssen wird leben."

Bgm. Karina Konrad erläutert die Schwierigkeiten, mit denen eine Exklave zu leben hat.

Die Besprechung am Freitag war also von großer Bedeutung. Mit dabei bei war u.a. Tirols Landtagspräsidentin Sonja Ledl-Rossmann. Und die reiste mit klaren Vorstellungen an: sie drängte auf eine stärkere regionale Differenzierung bei Reisewarnungen. Und die findet jetzt auch statt. Jungholz und das Kleinwalsertal wurden von der Liste der Riskiogebiete gestrichten, die Reisebeschränkungen in Richtung Deutschland sind damit aufgehoben..

Weg von Österreich?

Wie sehr das Thema in den beiden Siedlungsräumen "unter den Fingernägeln brennt", erläuterte Konrad im Vorfeld der Besprechung so: "Wir wünschen uns, dass es zu einer verbindlichen Regelung kommt. Wir wollen einen Status, der regelt, dass wir weiterhin zu Österreich gehören können, der uns zugleich aber Rechte einräumt, die uns mit den Nachbargemeinden in Bayern gleichstellt."
Schwingt da ein wenig die Überlegung mit, man könnte eine Ablösung von Österreich anstreben und bald eine Deutsche Gemeinde werden? "Nein, sicher nicht", stellte Karina Konrad klar. "Wir wollen nicht weg von Österreich. Aber wir möchten, dass unsere besondere Situation mehr Beachtung findet." Das ist jetzt der Fall.

Einen Schritt weiter gedacht

Erledigt ist das Thema damit aber nicht. Ledl-Rossmann denkt einen Schritt weiter: Sie drängt darauf, dass das gesamte Außerfern von der Liste der Riskogebiete gestrichen wird. „Im Außerfern, das sich wirtschaftlich stark in Richtung Allgäu orientiert, gibt es praktisch keine Corona-Fälle", argumentiert die Außerfernerin.
Volle Unterstützung kommt von Seiten der Wirtschaftskammer Reutte. Bezirksleiter Wolfgang Winkler fände es "super, wenn das gelingen würde." Auch er verweist auf die engen Bande zwischen dem Allgäu und dem Bezirk Reutte und auf die kaum vorhandenen Cornaerkrankungen im Außerfern. Das müsse mehr Beachtung finden, und zwar in Form der Streichung des Bezirks von der Liste der Riskogebiete.
Ob man Gehör in Deutschland findet, kann niemand sagen, aber mit dem deutschen Bundesminister Gerd Müller habe man einen starken Verbündeten an der Seite.

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