NATURA 2000 brachte Entwicklungsschub

BH Katharina Rumpf empfang das Fördergremium zu seiner letzten Sitzung auf der Grießbachalm.
  • BH Katharina Rumpf empfang das Fördergremium zu seiner letzten Sitzung auf der Grießbachalm.
  • Foto: REA
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HÄSELGEHR. Kürzlich traf sich das Fördergremium für das Entwicklungsprogramm Naturpark Tiroler Lech zu seiner letzten Sitzung. Passend zum Anlass wählte die Vorsitzende dieses Gremiums, BH Mag. Katharina Rumpf, mit der Greißbachalm hierfür einen besonderen Ort aus. Nach zehnjähriger Laufzeit endete das Programm mit 30.06.2014.

Auf der Tagesordnung dieser Sitzung stand die Präsentation und Diskussion der Schlussevaluierung. Das Land Tirol bot der Region im Jahr 2004 die Chance, mithilfe eines Entwicklungsprogramms die Einschränkungen durch das Natura 2000 Gebiet zu kompensieren. Es galt, eine wirtschaftliche Entwicklung mit und nicht gegen das Schutzgebiet auszulösen. Das mit der Evaluierung beauftrage Unternehmen ÖAR Regionalberatung GmbH aus Graz untersuchte, ob dies letztendlich auch gelungen sei.
Die Förderdaten geben hierzu einen ersten Hinweis. In den letzten 10 Jahren konnten 387 Projekte im Rahmen des Programms umgesetzt werden. Damit verbunden ist eine Investitionssumme von rund € 96 Mio. Davon entfallen € 12 Millionen auf Förderungen von Land, Bund und EU. Hinzu kommen € 10,9 Mio. an Landesförderungen aus dem eigens eingerichteten Sonderförderprogramm.
Von den 387 Projekten wurden 216 über dieses Sonderförderprogramm unterstützt. Auf der Habenseite ist zunächst zu verbuchen, dass das Programm zur Gänze ausgeschöpft wurde.

Aussagekräftiger als die nackten Zahlen sind die qualitativen Wirkungen. So gelang in den letzten 10 Jahren ein Gesinnungswandel vom Natura 2000 Gebiet als Mühlstein hin zu einer wertvollen Ressource für die touristische Entwicklung. Produkte wie der Lechweg sowie die Qualitätsoffensive für Privatzimmervermieter machten deutlich, dass man mit naturnahem Qualitätstourismus gutes Geld verdienen kann.
Nächtigungszuwächse im zweistelligen Bereich machten aus der Naturparkregion Lechtal-Reutte einen Shootingstar unter den Tiroler Tourismusregionen. Viel Geld floss auch in den Ausbau der Infrastruktur.
Zu den entsprechenden Großprojekten zählen die Ehrenberg-Arena, das Hallenbad Steeg, das Naturbad Badino in Vorderhornbach, die Hängebrücke Holzgau und die Geierwally-Freilichtbühne. Einige Projekte galten auch der Absicherung der Almwirtschaft und der ökologischen Aufwertung des Naturparks. Mit der naturkundlichen Ausstellung auf Ehrenberg und dem Naturparkhaus auf der Klimmbrücke erhielt das Schutzgebiet zudem wichtige Besucherzentren. Ein wesentliches Programmergebnis besteht in der Stärkung der regionalen Zusammenarbeit. D

ie Tourismusverbände Lechtal und Naturparkregion Reutte, die Gemeinden und der Naturpark Tiroler Lech ziehen heute an einem Strang. Das Evaluatoren-Team hob auch das gute Zusammenspiel von Landesverwaltung, Bezirkshauptmannschaft und Regionalentwicklung Außerfern (REA) hervor.
REA fungierte als Dreh- und Angelpunkt für Kooperationen, Strategie- und Projektentwicklung. „Die Förderungen waren gut investiert. Es freut mich, dass die Region mithilfe des Entwicklungsprogramms einen Aufschwung erfahren hat“, resümiert LH Günther Platter.
Für den Lechtaler TVB-Obmann und Bacher Bgm. Egon Brandhofer steht fest: „Wir haben mithilfe des Entwicklungsprogramms viel erreicht. Man sieht an den Hotels im Lechtal wieder die Baukräne stehen. Ich spüre eine deutliche Aufbruchsstimmung. Dennoch bleibt noch viel zu tun. Ein wirtschaftliches Folgeprogramm wäre für uns enorm wichtig, um touristisch das Niveau etwa eines Tannheimer Tals zu erreichen. Die Betriebe müssen den Sprung von der 3*- auf die 4*-Kategorie schaffen und dadurch eine höhere Wertschöpfung generieren“.

Autor:

Elisabeth Rosen aus Reutte

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