Feuerwehr Ehrwald
Neue Drehleiter in den Dienst gestellt

Die neue Drehleiter ist in Ehrwald angekommen. Im November wird sie geweiht.
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  • Foto: FW Ehrwald
  • hochgeladen von Günther Reichel

EHRWALD (rei). Ein besonderes Fahrzeug steht seit kurzem in den Garagen der Freiwilligen Feuerwehr Ehrwald: Es handelt sich um die erste Drehleiter "niedriger Bauart" in Österreich, eine "Magirus M32L-AS".

Es war eine räumliche Beengtheit, die ein ganz spezielles Ausschreibungskriterium zur Folge hatte: Die Gerätehalle ließ nur eine maximale Höhe von 3,05 Metern für das neue Fahrzeug zu. Eine echte Herausforderung bei der Anschaffung. Mit der neuen Magirus M32L-AS konnte aber auch dieses Kriterium erfüllt werden. Nach 4-jähriger Vorbereitungs- und Planungsphase konnte die Feuerwehr Ehrwald ihre neue Drehleiter nun übernehmen.
Den krichlichen Segen bekommt die neue Drehleiter am 9. November.

Zur Sache

Das Fahrgestell ist ein Iveco Straßen-Fahrgestell niedere Bauart mit automatisiertem Schaltgetriebe und 320 PS, Besatzung 1 + 2, darauf aufgebaut ist ein Leitersatz der Baureihe M32L-AS. Die neue Drehleiter ist mit einem 4- teiligen Leiterpark aufgebaut, welcher über ein bis zu 75° abwinkelbarem und 4,7m langen Gelenkteil verfügt. Die Rettungshöhe der Drehleiter beträgt 32 m. Die maximale Abstützbreite bei der Drehleiter beträgt 5,60 m sowie die mind. Abstützbreite 2,50 m.

Beim Rettungskorb hat sich die Feuerwehr Ehrwald zu Gunsten höherer Ausladungswerte für den Rettungskorb RC400 entschieden. Dieser Rettungskorb ist für 4 Personen und die Belastungsmöglichkeit von 400 kg ausgelegt.

Im obersten Leiterteil ist die Wasserführung für den elektrischen Monitor fix verlegt., dieser leistet 2500l/min und kann vom Hauptbedienstand ferngesteuert werden. Die komplette Beleuchtung des Aufbaues, des Leitersatzes und des Rettungskorbes inklusive Umfeldbeleuchtung und Warnleuchten ist in LED-Technik ausgeführt. Die Kamera am Gelenkarm und am Korbboden wird auf einen Farbbildschirm am Hauptbedienstand übertragen.
Die Drehleiter verfügt über die Memory-Steuerung, welche das automatische Anfahren von einprogrammierten Zielpunkten ermöglicht, die Schachtrettungsfunktion sowie die automatische Leiterauflegungssteuerung. Der Magirus-Direkteinstieg ermöglicht über einen Taster an der linken Fahrerhausfront eine optimale Einstiegsposition in den Rettungskorb vor dem Fahrerhaus.

Für das sichere Arbeiten der Besatzung verfügt die Drehleiter über umfangreiches Sicherungsmaterial sowie den Magirus-Safety Peak. Dieser Aufsteckbügel mit entsprechenden Verbindungsmittel dient zur Aufnahme von Höhensicherungsgeräten. Die Belastbarkeit beträgt max. 300 kg. Weiters ist im Rettungskorb eine flexible Selbstsicherung für 2 Personen enthalten, dies gewährleistet auch bei offenen Korbtüren perfekte Sicherung. Selbst beim Überstieg aus einem Gebäude in den Rettungskorb ist man mit dieser Selbstsicherung bestmöglich gesichert. Die Krankentragenhalterung ist auf max. 150 kg ausgerichtet und kann mit einem Schwerlast-Adapter auf 270 kg erhöht werden.
Am Drehkranz ist ein Stromerzeuger Endress 13 KVA SSilent und ein Druckbelüfter RAMFAN EV 420 gelagert.
Als Zusatzgerät und Unterstützung für die Besatzung ist ALF „Advanced Location Finder“ im Fahrerhaus gelagert. Das Gerät ist innerhalb weniger Sekunden einsatzbereit. Am geplanten Punkt für die Drehkranzmitte wird das gewünschte Ziel anvisiert und die Messung per ALF berechnet nun automatisch, speziell auf die eigene Drehleiter abgestimmt, ob das Anleitern möglich ist. Falls nicht, erscheint der Hinweis um wie viele Meter die Aufstellposition der Drehleiter geändert werden muss. Durch Bedienung von vorbelegten Tasten kann die Berechnung des Standortes mit der genauen Personenanzahl im Korb sowie der Abstützbreite (dies in 3 Intervallen) durchgeführt werden.


Technische Daten

Fahrgestell: Iveco Straßenfahrgestell niedere Bauart 4×2

Motor (PS): 235 KW 320 PS   

Radstand: 4.185mm

Länge: 10.250 mm

Breite: 2.400 mm 

Höhe: 2.098 mm

Besatzung: 1+2

Gesamtgewicht: 15.237 kg

Autor:

Günther Reichel aus Reutte

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