Parken in Reutte ist am teuersten

Die Kaufmannschaft diskutierte mit der Gemeinde- und WK-Vertretung.
  • Die Kaufmannschaft diskutierte mit der Gemeinde- und WK-Vertretung.
  • hochgeladen von Elisabeth Rosen

REUTTE (lr). Die Parksituation in Reutte bleibt ein viel diskutiertes Thema. Die Kaufmannschaft nahm die Beschwerde einer Außerfernerin zum Anlass die Diskussion neu aufzurollen.
Bei einer außerordentlichen Sitzung wurden vergangenen Freitag Reuttes Bürgermeister Luis Oberer, WK Bezirksstellenleiter Wolfgang Winkler und Ortsplaner Armin Walch zum Meinungsaustausch geladen.

Ganze Parkzeit zählt

Konkret beschwerte sich die Dame, weil Sie an zwei verschiedenen Orten jeweils unter einer halben Stunde, zusammegerechnet jedoch weit länger, geparkt hatte. Trotzdem wurde sie gestraft. Das ist aber korrekt. In der Satzung steht dezitiert, dass in diesem Fall die Gesamtparkdauer für die Bemessung herangezogen wird.
„Das wird jedoch nicht oft geahndet, weil der Nachweis schwer zu erbringen ist,“ erklärte Oberer. „Von rund 2.800 Anzeigen allein 2013 war dieser Fall nur sieben Mal gegeben.“

Parken ist teuer

Die Beschwerde brachte jedoch einen Stein ins Rollen. Die Kaufmannschaft recherchierte, wie in anderen Österreichischen Gemeinden die Parkraumbewirtschaftung praktiziert wird. Das Ergebnis: In Reutte ist das Parken am teuersten.
Daher fordert die Kaufmannschaft eine Senkung des Tarifs und vor allem eine sinnvolle Lösung, um die Gratis-halbe-Stunde auch zu bekommen, wenn man länger parkt und von vorneherein einen Parkschein löst.
Oberer zeigte sich verwundert: „Wir haben die Gebühren erhöht, weil die Kostendeckung nicht mehr gegeben war. Die Kaufmannschaft war damals einverstanden.“ Mit der Parkraumbewirtschaftung soll schließlich kein Gewinn erzielt werden, sondern der regelmäßig Umschlag auf den Parkplätzen gesichert werden, um die Blockierung durch Dauerparker zu vermeiden.
Die Kosten von rund € 97.000,- im Jahr würden gerade einmal ausgeglichen. Und die Methode habe sich bewährt.

Handyparken

Der Lösungsvorschlag der der Wirtschaftskammer stieß auf allgemeine Zustimmung. Winkler schlug vor Handyparken, wie es beispielsweise in Villach erfolgreich eingeführt wurde, auch in Reutte zu installieren. Die Autofahrermüssten sich nur registrieren und könnten sich dann per SMS einen Parkschein ausstellen. So würde auch die minutengenaue Abrechnung funktionieren und das lästige Nachwerfen am Automaten fiele ganz weg.
Dieser Vorschlag wurde von vielen begrüßt und wird wohl noch diskutiert werden.

Zur Sache

Das Parken in Reutte ist in der ersten halben Stunde gratis. Die nächste Stunde wird mit € 1,50,- berechnet. Dauerparkkarten für ein ganzes Monat gibt es für Anwohner um € 10,-, Pendler um € 25,- und für Wartung und Baustellen um € 45,-. Die Strafen für falsches Parken liegen zwischen € 14,- und € 370,-. In 65 % der Fällen fehlte der Parkschein, bei 23% war die Zeit überschritten und bei 6% wurde Parken auf dem Gehsteig geahndet. Derzeit werden in Reutte 401 Parkplätze bewirtschaftet.
Die Kosten dafür liegen bei € 96,900.- jährlich. Hinzu kommen noch die Verwaltungs- und Instandhaltungskosten. € 93.500,- werden durch die Parkgebühren, € 2.300,- durch die Dauerparkkarten und € 32.00,- durch die Strafmandate verdient.

Autor:

Elisabeth Rosen aus Reutte

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