Sorge vor Terror im Urlaub auch bei uns

Raffaela Schrettl spürt einen Trend weg von islamischen Ländern. Urlauber bleiben lieber in der Nähe.
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REUTTE (rei). Urlaub in Österreich, Italien und Spanien "blüht". Griechenland steht hoch im Kurs und für Kurzurlaube ist auch Deutschland sehr gefragt. Arabische bzw. islamische Reiseländer sind die Verlierer.
Raffaela Schrettl, Inhaberin des Reisestudios Schrettl in Reutte, kann bestätigen, was man auch von vielen anderen Seiten hört: Der Terror in Ägypten, der Türkei und weiteren Reiseländern in diesen südlichen Regionen - z.B. Marokko und Tunesien - wirkt sich zunehmend aus. "Stornos haben wir bislang kaum. Aber die Zeit, in der Urlaube gebucht werden, fängt ja gerade erst an", erklärt die Reisefachfrau.
Und da zeichnet sich ganz klar ein Trend hin zu den eingangs genannten Ländern ab. "Die Türkei und Ägypten spielen bei uns derzeit kaum eine Rolle", erzählt Schrettl.
Dabei war gerade die Türkei in den vergangenen Jahren ganz weit oben in der Gunst der Reisenden, also auch bei den Außerfernern.
Besonders auffallend dabei: Familien mit Kindern, die früher gerade die Türkei und Ägypten aufgrund des Preis-/Leistungsverhältnisses zu schätzen wussten, möchten nun so gar nicht mehr in diese Länder reisen. Zu groß ist die Sorge, dass den Kindern etwas Passieren könnte. Schrettl: "Wir bekommen immer wieder zu hören 'wenn wir alleine wäre, dann vielleicht. Aber nicht mit den Kindern.'"
Von diesem Verhalten profitieren wiederum die Beherbergunsbetriebe in Österreich und in unseren Nachbarländern. Italien, Kroatien, auch Deutschland - alle so beliebt wie selten zuvor.
Auswirkungen hat der Terror auch auf das Flugverhalten vieler Reisender. München und andere Großflughäfen werden gemieden: "Die Angst ist teilweise groß, dass auf große Flugplätze ein Anschlag verübt werden könnte. Innsbruck oder Memmingen sind inzwischen viel beliebter", verrät Raffaela Schrettl.
Auf den Urlaub gänzlich verzichten wollen übrigens nur wenige. Das Interesse ist nach wie vor vorhanden. Für jene, die an einen Urlaub denken, hat Schrettl einen Rat parat: "Buchen Sie jetzt!"
Da große Reiseziele wie die Türkei und Ägypten zunehmend gemieden werden, steigt der Druck auf die anderen Ländern. Wer aus einem großen Angebot wählen möchte, sollte daher schon jetzt den Weg ins Reisebüro suchen.

Raffaela Schrettl spürt einen Trend weg von islamischen Ländern. Urlauber bleiben lieber in der Nähe.
Die Lust am Urlaub will sich niemand nehmen. Speziell wenn Kinder dabei sind wird aber genau überlegt, wohin die Reise gehen soll.
Autor:

Günther Reichel aus Reutte

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