Wanderer schlugen Kühen die Mäuler blutig!

Kühe versuchen ihre Kälber stets zu schützen. Das ist zu respektieren. Vorsicht ist geboten.
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  • Kühe versuchen ihre Kälber stets zu schützen. Das ist zu respektieren. Vorsicht ist geboten.
  • Foto: Michaela Kölle
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AUSSERFERN (rei). Leider gab es in jüngerer Vergangenheit immer wieder einmal Meldungen, dass Kühe auf Wanderer losgingen und diese verletzten. Die Bauernvertreter reagierten und gaben Tipps und Ratschläge, wie man sich richtig verhält, wenn man auf Rinder trifft.
Vorsicht und Respekt sind da ganz oben auf der Liste. Es wurde aber auch erklärt, dass es in bestimmten Fällen schon einmal sinnvoll ist, sich eine Kuh mit einem Stock vom Leibe zu halten. Ein nun bekannt gewordener Fall aus dem Raum Reutte zeigt aber, dass man es auch übertreiben kann.
Weidetiere wurden von Wanderern bei einer - vermeintlichen - Abwehrreaktion im Nasen- und Kopfbereich verletzt. Seitens der Landwirtschaftskammer spricht man von einer "weit über das Maß notwendigen Handlung" und von "übertriebenem Selbstschutz."

Verletzungen gehen gar nicht

„Wenn in bewusstseinsbildenden, informativen Videos und Flyern die Rede davon ist, einen allenfalls vorhandenen Spazier- oder Wanderstock zur Abwehr von unliebsamen 'Aufmerksamkeiten' von zu nahe geratenen Kühen, Rindern und Pferden einzusetzen, dann ist damit nicht gemeint, die neugierigen, nichts ahnenden Tiere dabei zu verletzen!“, so Landwirtschafstkammer-Bezirksobmann Christian Angerer.

Hoffentlich ein Einzelfall

Er weist darauf hin, dass der „Stockeinsatz“ nur dann statthaft ist, wenn körperliche Gesten und sonstige Abwehrmaßnahmen nicht ausreichen, um das „Naheverhältnis“ zwischen Wanderer und Muttertier aufzulösen.
Im nun bekannt gewordenen Fall wurden die Mäuler der Tiere geradezu blutig geschlagen!
„Hoffentlich bleibt es ein trauriger Einzelfall, dass zwischen der in manchen Situationen erforderlichen Abwehrhaltung und leichtfertiger Tierquälerei 'zum Selbstschutz' nicht unterschieden werden kann! Ansonsten muss man sich die Frage stellen, wer die eigentliche Gefahr auf der Weide ist: Der Wanderer oder das Weidevieh?“, appelliert Angerer an die Vernunft der Wanderer.

Kühe versuchen ihre Kälber stets zu schützen. Das ist zu respektieren. Vorsicht ist geboten.
Autor:

Günther Reichel aus Reutte

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