Wandern und Kühe: Einfach Kuhl bleiben

Gewusst wie kann dem Wandervergnügen auch mit dem vierbeinigen Freund voll gefröhnt werden.
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AUSSERFERN (eha). Eine steigende Zahl an Kuhattacken hält Tirol und seine Gäste in Atem. Vor allem die Kombination Wanderer mit Hund und Weidevieh liefert der Problematik leider laufend neuen Zündstoff. Nun ist es aber so, dass Almen nun mal für gewöhnlich nicht „kuhfrei“ sind, und die Bewirtschaftung dieser, ein wichtiger Bestandteil unserer Region ist. Nachfolgend gibt es ein paar Tipps, die man beachten sollte wenn man auf Rinderherden trifft, und alternative Wanderrouten mit wenig bis keiner Kuhbegenung.

Vorsicht bei Mutterkühen

Rinder sind von Natur aus friedfertige Tiere, sie laufen normalerweise bei Bedrohung eher davon. Angreifen tun sie nur dann, wenn sie keine andere Möglichkeit mehr haben oder jemanden verteidigen wollen. Besondere Vorsicht ist daher geboten, wenn nicht nur Mutterkühe, sondern auch junge Kälber auf der Wiese sind. Der Mutterinstinkt der Kühe ist stark ausgeprägt und sie verteidigen ihre Jungen sofort.

Sicherheitsabstand einhalten!

Am wichtigsten und einfachsten ist es - vor allem mit Hund - weit weg von den Kühen zu bleiben und die Tiere so gut es geht in Ruhe zu lassen.
Ein „Rezept“ für das sichere Passieren einer Herde zu formulieren, ist allerdings schwierig bis unmöglich. Die einen bestehen auf die Einhaltung der Leinenpflicht, die anderen sprechen von Lebensgefahr und Fahrlässigkeit, „bindet man den Hund an sich“. Zeigt eine Herde aber bereits Unruhe oder geht zum Angriff über, sollte man den Hund sofort ableinen. Dadurch wird auch vom Hundehalter abgelenkt, sodass dieser den Gefahrenbereich verlassen kann. Auf keinen Fall jedoch, sollte man sein Haustier auf den Arm nehmen! Die jüngsten Ereignisse bestätigen das.

Alternative Route wählen

Hundebesitzer, die ganz auf Nummer sicher gehen wollen, sollten mit ihren Gefährten vielleicht erst gar nicht ganz so weit den Berg hinauf!
Auf dem beliebten Wandersteig "Am Weg der Sinne" in Bschlabs beispielsweise, oder entlang des Ministersteiges an den Stuibenfälllen trifft man wirklich kein freilaufendes Vieh. Auch eine Tour zum Schlosskopf, zum Tauern, zum Frauensee, zur Gibler Alm, zur Bernhardseckhütte, zum Baichelstein, zur Bockbachalm, der Rundweg in Boden und zur Martinskapelle sind "kuhfrei" möglich. Ähnlich verhält es sich mit anderen Spaziergängen in Tallagen wie etwa dem Forchach-Rundweg nach Weißenbach oder in Hinterhornbach am Hornbach vorbei. (Alle Angaben ohne Gewähr!)

Allgemeine Tipps für Wanderer

- Markierte Wanderwege auf Weiden nicht verlassen
- großen Sicherheitsabstand zur Herde halten (mind. 50 Meter)
- keinesfalls Kälber streicheln, füttern oder ihnen überhaupt zu nahe kommen
- nicht mitten durch eine Herde laufen
- Lärm und hektische Bewegungen vermeiden
- immer das Weidegatter schließen
- bei Herannahen der Tiere ruhig bleiben, nicht den Rücken zukehren und die Weide langsam verlassen

Gewusst wie kann dem Wandervergnügen auch mit dem vierbeinigen Freund voll gefröhnt werden.
Den Tieren auf breiten Frostwegen zu begegnen, ist auf jeden Fall entspannter, als es auf schmalen Steigen anzutreffen.

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