Gemeinschaftsprojekt
Wasserversorgung ist wichtiges Zukunftsthema

Bürgermeistere Sieghard Wachter, Musau
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Das Wasser rinnt in Pflach,  Musau und in Pinswang, keine Frage. Dennoch braucht es Maßnahmen, um die Wasserversorgung dauerhaft abzusichern. Das will man mit einem Gemeinsachftsprojekt erreichen.

PFLACH, MUSAU, PINSWANG. Der Säuling als Hausberg von Pflach und Pinswang ist ein riesiger "Wasserfänger", und dennoch ist man in punkto Wassersicherheit nicht so gut aufgestellt, wie andere Gemeinden. Auch Musau hat es hier besser, der "Holzberg", nahe der Bärenfalle, liefert bestes Wasser in ausreichender Menge.
Allerdings gilt auch hier: passieren darf nichts, sonst wird das Trinkwasser knapp oder es könnte im Ernstfall Probleme beim Löschwasser geben.

Ziel ist eine Gemeinschaftslösung

Alle drei Gemeinden streben daher eine Gemeinschaftslösung an. Eine Studie wurde erstellt. Diese zeigt auf, wie man die Wasserversorgung auf gemeinsame Beine stellen kann und doch größtmögliche Eigenständigkeit bewahrt wird. Die Lösung wird eine Ringleitung sein.

In Pflach bildet ein alter Hochbehälter mit 200 Kubikmetern Fassungsvermögen das "Herz" der örtlichen Wasserversorgung. Aber das ist wenig genug, angesichts des Wachstums in der Gemeinde. Schon jetzt kann Pflach bei Bedarf Wasser aus Reutte beziehen, eine Leitung verbindet die Nachbargemeinden.

Versorgungssicherheit erhöhen

Mit dem Gemeinschaftsprojekt Pflach/PInswang/Musau möchte man in Sachen Versorgungssicherheit den nächsten wichtigen Schritt setzen. Jeder hilft jedem, lautet das Motto. Die Vorbereitungen sind angelaufen, bereits  2022 soll mit der Umsetzung begonnen werden.
"Es geht ums Trinkwasser, ebenso aber um Löschwasser in ausreichenden Mengen", erklärt Pflachs Bürgermeister Helmut Schönerr. Auf Pflacher Gebiet ist das Projekt besonders aufwändig. Neben den Verbindungsleitungen hin zu den Nachbargemeinden braucht es in Pflach teilweise auch neue Leitungen innerorts. Auch in punkto Druckausgleich muss man tätig werden, ehe das lebensnotwendige Nass problemlos durch die Leitungen rinnt, ungeachtet der Gemeindegrenzen.

Ungünstige Geologie

Der Säuling, möchte man meinen, müsste Wasser in ausreichender Menge für die darunterliegenden Gemeinden Pflach und Pinswang liefern. Aber aufgrund seiner Geologie fließt der Regen aber schnell ab, Wasser wird nur in geringem Maße gespeichert.
Trotzdem reichen die aktuelle Wassermengen für beide Gemeinden aus. Große Reserven oder  Sicherheiten im Fall von Verunreinigungen gibt es aber nicht.
"Wir haben derzeit eine Insellösung. Wir sind komplett auf uns alleine gestellt", erklärt  Bürgermeister Karl Wechselberger die Situation in Pinswang. Insellösung, selbst- bzw. eigentständig sein: Das klingt im ersten Moment erstrebenswert, ist es aber nicht, jedenfalls nicht beim Trink- und Löschwasser. Wechselberger ist daher so wie seine Amtskollengen in Nachbargemeinden zufrieden, dass man sich an ein Gemeinschaftsprojekt heran macht.

Leitungen werden zusammengeschlossen

Derzeit ist es ein Tiefbrunnen in Verbindung mit Quellfassungen, welche die Wasserversrogung in Pinswang sichern. Bald wird man mit entsprechenden Leitungen den Lech queren und zweimal an das Netz in der Nachbarschaft "andocken". Einmal passiert das auf Höhe der Auffahrt Reutte Nord, ein zweites Mal in etwa auf Höhe der Kontrollstelle Musau.
Auf diese Weise wird sichergestellt, dass man das Wasser auf verschiedenen Wegen (um)leiten kann.

"Das Wasser wird fließen"

Bürgermeister Sieghard Wachter aus Musau bringt es auf einen einfachen Nenner: "Schieber auf, Schieber zu. Ganz wie man es braucht. Das Wasser wird fließen." Seine Gemeinde ist von den drei künftigen "Wasserpartnern" insgesamt am besten aufgestellt. Doch auch in Musau lebt es sich sicherer, wenn man nicht auf sich alleine gestellt ist. "Der Zusammenschluss ist für uns alle wichtig", ist Wachter überzeugt und spricht damit aus, was seine Kollegen in Pinswang und Pflach gleich sehen.
Billig wird die Sache aber nicht. Die genauen Projektkosten liegen nicht vor, weil auch das Projekt selbst nicht bis ins Detail ausgearbeitet ist. "Am Ende werden es in allen Gemeinden zusammen aber schon ein paar Millionen Euro sein", verrät Bgm. Karl Wechselberger, um welche Dimensionen es geht.

Weitere Informationen aus dem Bezirk Reutte finden Sie unter
www.meinbezirk.at

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